Edge: schnelleres Javascript und mehr Sicherheit durch Standards

Vergleichbare oder teils etwas bessere Ergebnisse als die Konkurrenz erzielt Edge in Javascript-Benchmarks. Im Vergleich mit dem Internet Explorer ist der neue Browser gar fast doppelt so schnell. Das ist das Ergebnis massiver Optimierungsarbeiten am Jit-Compiler der Javascript-Engine Chakra.

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Davon profitieren aber nicht nur Nutzer, die im Web surfen. Denn Chakra kann auch für Skripte in klassischen Windows-Anwendungen (Win32) sowie den neuen Apps der Universal Windows Platform (UWP) verwendet werden. Hauptsächlich für die IoT-Version von Windows 10 kann Chakra nun auch in Node.js genutzt werden. Microsoft ist einer der Sponsoren der Node.js Foundation.

Standards dienen der Sicherheit

Um den Browser abzusichern, sind in Edge einige weitere Internetstandards umgesetzt worden. So unterstützt Edge etwa die sogenannte Content Security Policy (CSP), einen speziellen HTTP-Header, der effektiv vor Cross-Site-Scripting-Lücken schützen kann. Außerdem beherrscht Edge HTTP Strict Transport Security (HSTS), eine Erweiterung, mit der eine Webseite einem Browser mitteilen kann, dass künftig unverschlüsselte HTTP-Verbindungen nicht mehr zulässig sind.

HSTS ist auch im Internet Explorer für ältere Windows-Versionen verfügbar. Noch in der Entscheidungsphase zur Umsetzung ist HTTP Public Key Pinning, abgekürzt HPKP. Damit könnten viele Probleme des Systems der Zertifizierungsstellen gelöst werden.

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Edge nutzt aber noch einige weitere systemeigene Funktionen, um die Sicherheit zu erhöhen. Ermöglicht wird etwa die durchgehende Verwendung des mit dem Internet Explorer 10 veröffentlichten Enhanced Protected Mode (EPM). Dadurch kann Edge einen viel stärkeren Gebrauch von App-Container-Sandboxes machen, so dass jede dargestellte Seite in eine eigene Sandbox "gesperrt" wird.

Als 64-Bit-Anwendung sollte außerdem die in Windows genutzte Address Space Layout Randomization (ASLR) deutlich effektiver sein. Fehlern in der Speicherverwaltung will Microsoft mit einer Garbage Collection (MemGC) entgegentreten, wodurch Nutzer vor dem Ausnutzen von Use-After-Free-Lücken durch Angreifer bewahrt werden sollen.

Zudem nutzt Edge den Control Flow Guard (CFG). Dabei handelt es sich um eine Erweiterung aus Visual Studio, die Mechanismen zur Überprüfung in den Code kompiliert, um die möglichen Positionen stark einzuschränken, an die Schadcode springen kann.

Alter Browser für alte Funktionen

Trotz all der Neuerungen von Edge ist aber auch der Internet Explorer 11 in Windows 10 weiterhin installiert. Er bleibt erhalten, um die Kompatibilität zu den alten Techniken gewährleisten zu können, was wohl für viele Unternehmenskunden von großer Bedeutung ist. Nutzer von Edge können sich jede beliebige Seite per Klick im Menü auch im Internet Explorer anzeigen lassen, falls dies notwendig wird.

Käufern der Enterprise-Lizenz von Windows 10, die sich für den Long Term Servicing Branch (LTSB) entscheiden, bleibt Edge dagegen komplett vorenthalten. Das soll aber als Dienst am Kunden verstanden werden, da somit viele neue Funktionen zunächst von der Installation ferngehalten werden, was für die gewohnte Stabilität des Produkts sorgen soll.

Zwar werden Edge und der Internet Explorer wohl noch über einige Jahre parallel gepflegt werden. Doch der Internet Explorer 11 ist die letzte Version des alten Browsers, der langfristig wahrscheinlich abgeschafft wird.

Noch keine Erweiterungen für Edge

Ein weiterer Grund, noch auf den Internet Explorer auszuweichen und Edge nicht zu verwenden, ist die fehlende Unterstützung für Erweiterungen in dem neuen Browser. Künftig sollen diese allerdings mittels HTML und Javascript umgesetzt werden können, sogar jene aus Chrome und Firefox sollen verwendet werden können. Sobald die Technik vorhanden ist, können die Erweiterungen über den Windows Store verteilt und bezogen werden. Wann dies geschehen soll, ist aber noch nicht bekannt.

Die beiden bisher wohl wichtigsten Plugins, der Flash-Player und die Anzeige von PDF-Dateien, sind nun nativ in den Browser integriert. Adobes Flash-Player wird standardmäßig in Windows 10 über das Windows-Update aktualisiert. Der Player kann über einen Eintrag im Menü des Browsers abgeschaltet werden.

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 Edge: Browsersuche mit Cortana und ein moderner KernUWP: Was Windows-10-Apps alles können 
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shawly 07. Aug 2015

Das ist deine Meinung. Mir persönlich könnte nichts mehr egal sein als das...

Neuro-Chef 31. Jul 2015

Die Welt ist nicht binär (oder schwarz-weiß).. Es ist kein Argument, die beiden anderen...

deinkeks 31. Jul 2015

Oh nur noch doppelt so schnell. Sicher hast du diese Geschwidigkeitsvorteile...

Ach 31. Jul 2015

1. Nein. Zunächst einmal ist die Kontrolliebarkeit des Feedbaktolls durch den Nutzer, in...



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