Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microsoft Deutschland: "Wir fordern ein Recht auf Arbeit, so wie wir sie wollen"

Computerarbeiter brauchen keine starren Anwesenheitsregeln und Hierarchien. Das fordern Microsoft und der Autor des Buches "Morgen komm ich später rein".
/ Achim Sawall
88 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Sebastian Muschter (McKinsey & Company), Thorsten Hübschen (Microsoft Deutschland), Lothar Seiwert (Autor), Ninia Binias (Bloggerin), Richard Gutjahr (Blogger) und Markus Albers (Autor) stellen das Manifest in Berlin vor (v.l.n.r.). (Bild: Microsoft)
Sebastian Muschter (McKinsey & Company), Thorsten Hübschen (Microsoft Deutschland), Lothar Seiwert (Autor), Ninia Binias (Bloggerin), Richard Gutjahr (Blogger) und Markus Albers (Autor) stellen das Manifest in Berlin vor (v.l.n.r.). Bild: Microsoft

Gemeinsam mit Autor Markus Albers ("Morgen komm ich später rein") und Zeitmanagement-Coach Lothar Seiwert hat Microsoft am 30. April 2014 in Berlin das "Manifest für ein neues Arbeiten" vorgestellt(öffnet im neuen Fenster) . Thorsten Hübschen, Business Group Lead der Microsoft Office Division, sagte: "Die Unternehmenskultur hält nicht mit dem digitalen Wandel Schritt. Wir brauchen in Deutschland eine Debatte zum neuen Arbeiten. Seit 1989 sind wir mit unseren Office-Produkten Teil der Geschichte rund um tägliche Arbeitsprozesse und wissen heute: Das Arbeiten, so wie wir es uns vorstellen, ist noch nicht möglich. Wir fordern ein Recht auf Arbeit, so wie wir sie wollen."

Starre Hierarchien behinderten flexible Projektarbeit und die Infrastruktur läge in Deutschland noch hinter den Möglichkeiten der Technik zurück.

Microsoft fordere keine 9to5-Jobs, aber auch nicht solche, bei denen der Beschäftigte seine Familie nicht zu Gesicht bekomme. Ermöglicht werden müsste die Zusammenarbeit in virtuellen Teams an gemeinsamen Projekten, egal welche Zeitzone man sich gerade teilt. Nicht länger als nötig am Schreibtisch festgehalten werden, kreativ und produktiv sein, wenn es möglich ist: Schließlich trügen PC-Arbeiter das Werkzeug in der Hosen- und Aktentasche mit sich – und haben eben diese Werkzeuge zur Arbeit mitgebracht. "Was spricht dagegen, Arbeit und Freizeit, Freizeit und Arbeit miteinander zu mischen" , sagte Hübschen.

"Technische und gesellschaftliche Treiber verändern die Art, wie wir alle arbeiten, radikal. Ich beschäftige mich schon lange mit dem Thema." Dass nun auch ein großer Technologiekonzern mit seinen Thesen in die Diskussion einsteige, finde er spannend.

In Zeiten ständiger Erreichbarkeit durch Smartphones und andere Geräte hat sich die Arbeitszeit für viele Beschäftigte längst in die Abendstunden ausgedehnt. Nach Ansicht des IG-Metall-Chefs Detlef Wetzel soll diese Praxis per Gesetz eingedämmt werden. "Die Digitalisierung darf nicht dazu führen, dass Arbeitnehmer rund um die Uhr erreichbar sind" , sagte Wetzel im November 2013 .


Relevante Themen