Microsoft: Der Verkauf von Windows 11 läuft an

Die erste Release-Version von Windows 11 ist da. Für sie brauchen Kunden nicht zum Elektronikmarkt gehen, solange sie Windows 10 besitzen.

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Elektronikmärkte werben bereits mit Windows 11.
Elektronikmärkte werben bereits mit Windows 11. (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Der 5. Oktober wird von Microsoft als offizieller Start von Windows 11 angegeben. Das bedeutet nicht unbedingt, dass in Ladentheken hunderte Windows-11-Datenträger zu finden sind. Das Betriebssystem wird stattdessen meist über Online-Kanäle, mit Neugeräten oder als direktes Update angeboten. Mehrere Möglichkeiten bieten sich an, um das neue OS nutzen zu können.

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Viele werden wohl mit einem neu gekauften PC auch Windows 11 erhalten. Dazu hat Microsoft diverse OEMs herangezogen und eine dedizierte Windows-Produktseite erstellt. Besonders prominent werden die eigenen Geräte der Surface-Reihe beworben. Es kann etwa das Surface Pro 8 im neuen Gehäuse vorbestellt werden. Auch das Surface Go 2, das ARM-Tablet Surface Pro X und sogar das recht alte Surface Studio 2 werden mit dem neuen OS ausgeliefert.

Microsoft listet auf der Produktseite weitere Geräte auf, die mit Windows 11 kompatibel sind. Die Acer Swift 5, MSI Modern 14, Razer Blade 15, Dell XPS 13 9310, HP Spectre x360 15 gehören dazu, um einige Beispiele zu nennen. Generell sind alle Neugeräte, die die Hardwareanforderungen an Windows 11 erfüllen, früher oder später für Windows 11 geeignet.

Aktuell behält sich Microsoft vor, ab Werk erst einmal Windows 10 anzubieten. Später wird Windows 11 dann über Windows Update verteilt. Das geschieht, wie bereits von Windows-10-Funktionspatches bekannt, in mehreren Wellen. Neugeräte werden zuallererst mit Windows 11 beliefert. Später folgen weitere PCs mit kompatibler Hardware.

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Dadurch sollen weitgreifende Probleme vermindert werden, die in späteren Wellen dann durch Updates nicht mehr auftreten. Der Prozess wird laut Microsoft noch bis Mitte 2022 andauern. Erst dann haben alle kompatiblen Geräte auch Zugriff auf das OS.

Download der ISO freigeschaltet

Zu Beginn können sich User also darauf einstellen, dass sie noch einige Bugs und Probleme in Windows 11 entdecken. Golem.de hat in einem aktuellen Preview-Build etwa diverse Interface-Fehler gefunden, die gerade im Mehrmonitorbetrieb auffallen. So öffnen sich die Schnelleinstellungen teils nicht, wenn drei Monitore am Computer betrieben werden.

Neben dem offiziellen Weg über Windows Update bietet Microsoft Windows 11 auch als ISO-Installationsimage an. Dazu existiert eine dedizierte Download-Seite. Es ist möglich, das 5,1 GByte große Image direkt zu laden oder es mittels Media Creation Tool auf ein Installationsmedium zu entpacken.

Die Installation per ISO ist dann sinnvoll, wenn Kunden ein komplett neues System mit dem OS einrichten wollen. Außerdem können darüber einige der Mindestanforderungen an Windows 11 übergangen werden, indem während der Installation Registry-Einträge gesetzt werden. Microsoft hat allerdings bereits angekündigt, dass in diesem Fall keine Updates mehr garantiert werden. Zu Testzwecken eignet sich das ISO aber allemal.

Microsoft Windows 11 Home, Betriebssystem-Software

Windows 11 Home und Pro

Die Lizenzierung von Windows 11 wird an Windows 10 angelehnt. Für Endkunden interessant sind Windows 11 Home und Pro. Eine gültige Windows-10-Lizenz berechtigt zum kostenlosen Upgrade auf Windows 11 Home und Pro, je nachdem, welche Windows-10-Version aktualisiert wird.

Es ist auch möglich, Windows-7-Produktschlüssel für Windows 11 zu aktivieren. Ein größeres Hindernis dürften da die gestiegenden Hardwareanforderungen sein, die zu Zeiten von Windows 7 logischerweise noch nicht galten.

Einige Neugeräte werden mit eingeschränktem Windows 11 Home S-Mode verkauft. Dann lassen sich nur Apps aus dem Microsoft Store installieren, was ebenfalls von Windows 10 bekannt ist. Der S-Mode kann im Store auch kostenlos deaktiviert werden. Eine Reaktivierung ist weiterhin nicht möglich.

Neben Windows 10 Home und Pro wird es auch Windows 10 Enterprise, Enterprise Education und andere Versionen geben. Diese richten sich an große Unternehmen und Einrichtungen und werden primär als Volume License verkauft. Funktional gleichen sie aber mit Windows 10 Pro, welches bereits Gruppenrichtlinien, Active Directory, Hyper-V und andere Features aktiviert.

Windows 11 kostet als Einzellizenz durch die kostenlose Upgrade-Möglichkeit so viel wie Windows 10 Home und Pro. Das ergibt Marktpreise von etwa 100 Euro für die Home-Edition und 260 Euro für Windows 11 Pro.

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