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Microsoft: Defender blockiert wohl neuerdings Anydesk-Clients

Laut Anydesk handelt es sich lediglich um einen Fehlalarm. Die Ursache dafür ist noch unklar. Microsoft untersucht das Problem aber wohl schon.
/ Marc Stöckel
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Neue Anydesk-Clients werden vom Microsoft Defender blockiert. (Bild: pixabay.com / Mohamed_hassan)
Neue Anydesk-Clients werden vom Microsoft Defender blockiert. Bild: pixabay.com / Mohamed_hassan

Die auf modernen Windows-Systemen vorinstallierte Sicherheitssoftware Microsoft Defender scheint neuerdings aktuelle Versionen der Client-Software des Fernwartungstools Anydesk zu blockieren. Entsprechende Nutzerbeschwerden häufen sich derzeit im Netz. Einem Bericht des IT-Bloggers Günter Born(öffnet im neuen Fenster) zufolge wird sowohl der Download als auch die Ausführung der Software blockiert.

Auch auf Reddit sind Beschwerden über blockierte Anydesk-Custom-Clients(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Der Microsoft Defender stuft die Anwendung demnach als PUA:Win32/Softcnapp ein - ganz gleich, ob Version 7.0.15 oder 8.0.8 von Anydesk zum Einsatz kommt.

Der Anydesk-Support äußerte sich auf Reddit bereits zu dem Problem(öffnet im neuen Fenster) und versichert betroffenen Anwendern dort, es handle sich um Fehlalarme seitens des Defenders. "Anydesk stellt keine Bedrohung für Ihre Sicherheit dar" , betont das Unternehmen. Die Ursache des Problems sei derzeit noch unklar, jedoch stehe Anydesk schon mit Microsoft in Kontakt und der Redmonder Softwarekonzern habe bereits entsprechende Untersuchungen eingeleitet.

Nutzern, deren Anydesk-Client blockiert wird, empfiehlt der Anbieter der Fernwartungssoftware, den Windows Defender gemäß der Dokumentation von Microsoft(öffnet im neuen Fenster) zu aktualisieren. Sofern das Problem dadurch nicht behoben wird, sollen sich die Anwender per E-Mail an den Anydesk-Support (support@anydesk.com) wenden.

Zertifikatswechsel nach Cyberangriff

Erst vor wenigen Wochen hatte Anydesk offiziell bestätigt , Ziel eines Cyberangriffs geworden zu sein. Aus Sicherheitsgründen stellte der Anbieter damals neue Clients mit aktualisiertem Code-Signing-Zertifikat bereit, da die Angreifer das alte Zertifikat möglicherweise abgreifen konnten. Ob dieser Umstand mit den jüngsten Meldungen des Microsoft Defenders zusammenhängt, ist noch unklar.


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