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Microsoft: Dashboard und Creators Update gegen Windows-10-Kritiker

Microsofts Windows 10 wird bereits seit der Veröffentlichung mangelnde Transparenz beim Datenschutz vorgeworfen. Sprachassistenten wie Cortana verstärken dieses Problem zusätzlich. Die Lösung sollen nun das kommende Update und ein zentrales Privatsphäre-Dashboard bringen.
/ Oliver Nickel
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Das Dashboard soll Datenschutzkritiker befrieden. (Bild: Lucy Nicholson/Reuters)
Das Dashboard soll Datenschutzkritiker befrieden. Bild: Lucy Nicholson/Reuters

Microsoft hat gleich zwei Neuerungen in der Windows-Welt angekündigt. Um umfassender Kritik rund um die Windows-10-Datenschutzpolitik entgegenzuwirken, gibt es seit dem 11. Januar ein zentrales Portal zum Verwalten diverser Sicherheitseinstellungen eines Microsoft-Kontos. Die Internetseite(öffnet im neuen Fenster) wird Dashboard genannt. Weiterhin soll der lange kritisierte Mangel an Transparenz behoben werden, indem mit dem kommenden Creators Update von Anfang an eine transparentere Sicherheitskonfiguration innerhalb von Windows 10 möglich wird.

Dashboard zeigt gespeicherte Daten im Überblick

Das vorgestellte Dashboard bietet in der Übersicht mehrere Auswahlmöglichkeiten. Dabei sind Einstellungen in fünf Kategorien eingeordnet: Browserverlauf, Suchverlauf, Standort-Aktivität, Cortanas Notizbuch und Gesundheitsdaten.

Der Browserverlauf bezieht sich auf Sitzungen, die mit Microsofts Edge-Browser durchgeführt wurden. Über einen Button lassen sich diese aufgezeichneten Daten serverseitig löschen. Microsoft gibt jedoch an, dass Daten auf dem Gerät selbst zusätzlich manuell gelöscht werden müssen.

Die Kategorie Suchverlauf listet sämtliche mit der hauseigenen Suchmaschine Bing getätigte Suchanfragen auf. Anfragen mit Google werden etwa nicht gelöscht. Mit einem Knopfdruck können alle Anfragen gelöscht werden.

In der Standort-Kategorie lassen sich GPS-Daten anzeigen und löschen. Microsoft nutzt diese Angaben, um beispielsweise Wegbeschreibungen anzuzeigen.

Alle gesammelten Daten werden in Cortanas Notizbuch eingetragen und geordnet. Informationen zur Verwendung von Microsofts Sprachassistenten werden über den entsprechenden Reiter gelöscht. Die Kategorie Gesundheitsdaten leitet währenddessen auf die eigenständige Plattform Microsoft Health. Dort sollen Gesundheitsdaten aufgelistet werden, die vorher von diversen Geräten erfasst wurden.

Übersichtlichere Einstellungen innerhalb von Windows 10

Als zweite Maßnahme führt Microsoft im kommenden Creators Update einen neuen Ansatz für Sicherheitsfunktionen ein. Der Hersteller legt Wert auf eine verbesserte Übersicht der von Windows 10 verwendeten Daten.

Dazu soll bereits bei der Neuinstallation deutlich auf wichtige Datenschutzfunktionen aufmerksam gemacht werden. Das geht so weit, dass eine Windows-Installation ohne vorgenommene Sicherheitseinstellungen nicht mehr möglich sein soll. Bereits installierte Windows-10-Systeme sollen einen entsprechenden Hinweis anzeigen, damit Nutzer ihre Datenschutzkonfiguration einsehen und anpassen.

Die Neuerungen sind ein Indiz dafür, dass Microsoft stetig versucht, das omnipräsente Windows 10 zu verbessern. Vor allem das Dashboard zeigt aber auch, dass Sprachsysteme wie Cortana datenschutzrelevante Nutzerdaten auswerten müssen, um vernünftig zu funktionieren. Letztlich liegt es am Verbraucher, ob diese Systeme das Preisgeben personenbezogener Daten rechtfertigen.

Wie diese Änderungen genau umgesetzt werden, wird sich im Frühjahr 2017 mit der Veröffentlichung des Creators Update für Windows 10 zeigen.


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