Abo
  • Services:
Anzeige
Microsoft-Logo
Microsoft-Logo (Bild: Greg Baker/AFP/Getty Images)

Microsoft-Cloud: Neue Niederlage für US-Regierung im Streit um Auslandsserver

Microsoft-Logo
Microsoft-Logo (Bild: Greg Baker/AFP/Getty Images)

Microsoft hat sich ein weiteres Mal vor Gericht gegen die Ansprüche von US-Ermittlern durchgesetzt. Die Entscheidung fiel aber denkbar knapp aus.

Im Streit über die Herausgabe von Daten, die auf einem Server in Irland gespeichert sind, hat sich der IT-Konzern Microsoft ein weiteres Mal gerichtlich gegen US-Behörden durchgesetzt. Das US-Justizministerium scheiterte am Dienstag mit einem Antrag, mit dem es eine neuerliche Anhörung eines Berufungsgerichts in New York zu einer Entscheidung vom Juli 2016 zum sogenannten warrant case erzwingen wollte. Damals hatte der Second U.S. Circuit Court of Appeals in Manhattan entschieden, dass US-Recht nicht bei Durchsuchungen außerhalb der USA angewendet werden kann.

Anzeige

Die Staatsanwaltschaft strebte nun eine Revision innerhalb desselben Gerichts an. Sollte diese gewährt werden, was in besonderen Fällen möglich ist, müssen alle Richter über den Fall entscheiden (En banc), während im vergangenen Juli nur drei Richter an dem Urteil beteiligt waren. Von den acht stimmberechtigten Richtern des Gerichts stimmten nun vier für und vier gegen eine neuerliche Anhörung. Mit dem Patt ist das Gesuch gescheitert.

Entscheidung des Supreme Court möglich

Beobachter schließen nicht aus, dass die neue US-Regierung um Präsident Donald Trump eine Gesetzesverschärfung durchsetzen könnte, um künftig US-Konzerne zur Herausgabe aller Daten unabhängig vom Speicherort zwingen zu können. Zudem könnte die US-Regierung das oberste US-Gericht, den Supreme Court, anrufen.

Im konkreten Fall ging es um Daten eines mutmaßlichen Drogendealers. Microsoft war 2013 aufgefordert worden, sämtliche E-Mails des Verdächtigen an die US-Behörden herauszugeben. Microsoft gewährte den Strafverfolgern allerdings nur Einsicht in die Daten, die in den USA gespeichert waren. Den Zugriff auf ein E-Mail-Konto in Irland verweigerte Microsoft.

Sorge um ausländisches Cloudgeschäft

Die US-Ermittler wollten sich damit nicht zufrieden geben und argumentierten, der vom Gericht unterzeichnete Durchsuchungsbeschluss betreffe sämtliche Speicherorte, auch die im Ausland, da Microsoft ein amerikanisches Unternehmen sei. In einem ersten Verfahren setzte sich die Staatsanwaltschaft mit ihrer Rechtsauffassung durch. Microsoft zog dagegen vor ein Berufungsgericht - und das kippte die Entscheidung der vorherigen Instanz. Diese Entscheidung bleibt nun stehen.

Hinter dem juristischen Kampf des Unternehmens steht die Sorge vor einem schweren Schaden für das eigene Cloud-Computing-Geschäft. Unterstützung in dem Verfahren erhielt Microsoft von Apple, AT&T, Cisco und Verizon. Apple und Cisco beteiligen sich inzwischen als Amici Curiae an dem Verfahren, also als verfahrensbeteiligte Organisation, die nicht selbst Partei ist. Ein Recht auf Durchsuchung von Auslandsservern würde US-Firmen große Probleme bereiten.


eye home zur Startseite
tbxi 26. Jan 2017

Das wäre - je nach Analyst - immer noch besser, als einen Großteil der nicht-US-Kunden...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MBtech Group GmbH & Co. KGaA, München
  2. Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, verschiedene Standorte
  3. Läpple Dienstleistungsgesellschaft mbH, Heilbronn, Teublitz
  4. congatec AG, Deggendorf


Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Nintendo Handhelds und Spiele, Harry Potter und Mittelerde Blu-rays, Objektive, Lenovo...
  2. 315,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Turi Create 4.0

    Apple macht KI-Framework zur Bilderkennung quelloffen

  2. LG 32UD99-W im Test

    Monitor mit beeindruckendem Bild - trotz unausgereiftem HDR

  3. Jailbreak

    Googles Sicherheitsteam hackt mal wieder das iPhone

  4. Asus Rog Strix

    Notebooks mit 120-Hz-Display für LoL und Pubg vorgestellt

  5. Raumfahrt

    SpaceX schickt gebrauchtes Gespann zur ISS

  6. Android-Verbreitung

    Oreo gibt die rote Laterne ab

  7. Q# und QDK

    Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

  8. Corning

    3M verkauft seine Glasfaserproduktion

  9. In eigener Sache

    Golem pur verschenken

  10. Home Max

    Googles smarter Toplautsprecher kommt pünktlich



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Dynamics 365: Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
Dynamics 365
Microsoft verteilt privaten Schlüssel an alle Kunden
  1. Sysinternals-Werkzeug Microsoft stellt Procdump für Linux vor
  2. Microsoft Kollaboratives Whiteboard als Windows-10-Preview verfügbar
  3. Microsoft-Studie Kreative Frauen interessieren sich eher für IT und Mathe

Amazon Video auf Apple TV im Hands on: Genau das fehlt auf dem Fire TV
Amazon Video auf Apple TV im Hands on
Genau das fehlt auf dem Fire TV
  1. Amazon Verkaufsbann für Apple TV bleibt bestehen
  2. Smartphone-Speicherkapazität Wie groß der Speicher eines iPhones sein sollte
  3. Mate 10 Pro im Test Starkes Smartphone mit noch unauffälliger KI

Apps und Games für VR-Headsets: Der virtuelle Blade Runner und Sport mit Sparc
Apps und Games für VR-Headsets
Der virtuelle Blade Runner und Sport mit Sparc
  1. Virtual-Reality-Benchmarks Geforce gegen Radeon in VR-Spielen
  2. Sumerian Amazon stellt Editor für Augmented und Virtual Reality vor
  3. Virtual Reality Huawei und TPCast wollen VR mit 5G streamen

  1. Wie soll das gehen? Für seine Anhänger ist doch...

    Keridalspidialose | 13:05

  2. Re: Oberleitungen sind geldverschwendung

    M.P. | 13:04

  3. Re: jetzt starten die USA...

    FreierLukas | 13:04

  4. Re: Diese Trump-Rhetorik verursacht Kopfschmerzen

    deefens | 13:04

  5. Re: Wer zahlt eigentlich den Strom

    chefin | 13:01


  1. 13:07

  2. 12:05

  3. 11:38

  4. 11:19

  5. 10:48

  6. 10:34

  7. 10:18

  8. 10:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel