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Microsoft: Bundesregierung will mehr Open Source statt Windows

Die Abhängigkeit von Microsoft bewegt die Bundesregierung anscheinend immer mehr zum Umdenken. Daher sollen in Zukunft mehr quelloffene Dienste genutzt und die IT-Infrastruktur diverser werden. Das hat Vor- und Nachteile.

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Die Bundesregierung ist derzeit noch stark von Microsoft abhängig.
Die Bundesregierung ist derzeit noch stark von Microsoft abhängig. (Bild: Microsoft/Montage: Golem.de)

Die Bundesregierung sieht die Abhängigkeit von großen internationalen Konzernen in der IT-Landschaft als Risiko an und will deshalb mehr auf Open-Source-Alternativen setzen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin Handelsblatt. Auf eine Anfrage der Grünen antwortete die Regierung demnach, "dass Abhängigkeiten von Technologieanbietern, die zu kritischen Schmerzpunkten führen, reduziert werden sollen". Zu diesen zähle auch das US-Unternehmen Microsoft, das mit Windows, Office 365 und Azure einen großen Anteil der IT-Infrastruktur von Behörden stellen kann. 96 Prozent aller Behörden sind laut einer Untersuchung von Pricewaterhousecoopers Pwc (PDF) von Microsoft-Produkten abhängig. Diese Untersuchung hat die Regierung wohl zum Nachdenken angeregt.

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Kritisiert werden auch ein weiteres Mal die Mehrzahlungen, die durch die Nutzung des erweiterten Supports für das alte Windows 7 noch immer anfallen. 800.000 Euro bezahlen deutsche Behörden für 33.000 Arbeitsplätze. Behörden müssen daher an einer Umstellung auf Windows 10 oder auf ein anderes Betriebssystem arbeiten. Zweiteres wäre dem Grünen-Politker Konstantin von Notz anscheinend lieber, denn die IT-Landschaft solle "endlich diverser" werden. Gemeint sind damit größtenteils Dienste, die auf dem Open-Source-Ansatz aufbauen. Neben dem Umstieg auf Linux als Betriebssystem müssten dann aber weitere Dienste umgestellt werden - etwa mit einer Alternative zu Exchange als Mailserver, zu Office 365 als Büroanwendung und zu Active Directory als Rechteverwaltung.

Umstellung könnte schwierig sein, sich aber lohnen

Sowohl Administratoren für Behörden als auch Anwender müssen bei einer Umstellung geschult und eingearbeitet werden. Zwar sind viele Open-Source-Alternativen zu Windows, Office und anderen Microsoft-Produkten funktional sehr ähnlich, allerdings erfordern sie teilweise doch Umdenken und sind nicht zwangsläufig so umfangreich in ihren Funktionen, was wiederum weitere Dienste erfordern würde.

Auf der anderen Seite könnten kostenlose Open-Source-Produkte an einigen Stellen viel Geld einsparen. Der offensichtliche Vorteil: Das Einsparen von Lizenzkosten für proprietäre Microsoft-Dienste. Auch ist die Cloud-Lösung Azure zwar skalierbar und agil, für genutzte Ressourcen muss allerdings ebenfalls viel Geld eingeplant werden. Oft werden auch Bedenken über die Speicherorte personenbezogener Daten geäußert.

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Schlitzauge 19. Feb 2020

Sag ich ja, das sagen nur jene, die sich mit Win10 überhaupt nicht hinreichend...

TW1920 18. Feb 2020

Stimmt, aber das war intern verbockt. An sich hat das ganze schon geklappt. Langfristig...

wurstdings 18. Feb 2020

Das ist ja wohl nur eine Traumvorstellung deinerseits. Ich war selbst mal Student und...

Konstantin/t1000 18. Feb 2020

Immer das gleiche wenn Sie Windows haben wollen sie zu Linux..... und wenn sie dann Linux...

Kleba 16. Feb 2020

Aber das kann doch nicht ernsthaft ein Grund sein. Es gibt schließlich auch ERP-Systeme...


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