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Microsoft: Bing bringt zensierte China-Suche ins Ausland

Antizensuraktivisten haben festgestellt, dass Bing selbst im Ausland zensierte Trefferlisten ausgibt, wenn chinesische Suchanfragen eingehen. Microsoft spricht von einem Systemfehler.

Artikel veröffentlicht am ,
Microsoft-Gründer Bill Gates trifft Xi Jinping im April 2013.
Microsoft-Gründer Bill Gates trifft Xi Jinping im April 2013. (Bild: Tyrone Siu/AFP/Getty Images)

Laut einem Bericht des Guardians zensiert Bing chinesischsprachige Suchergebnisse auch im Ausland. Die britische Zeitung beruft sich auf die Antizensuraktivisten bei Freeweibo. Betroffen seien Suchergebnisse zum Tian'anmen-Massaker am 4. Juni 1989, Freegate, einem Tool zur Umgehung staatlicher Internetsperren, sowie zu der Sekte Falun Gong und dem religiösen Führer des tibetischen Buddhismus, Dalai Lama.

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Eine Suchabfrage in chinesischer Sprache zum Dalai Lama ergebe zuerst einen Treffer beim staatlichen Sender CCTV und dann zwei Treffer in Baidu Baike, der zensierten Wikipedia-Variante, so der Guardian.

Microsoft hat sich gegen die Kritik verteidigt. Dem Register sagte Bing Senior Director Stefan Weitz: "Bing folgt Chinas gesetzlichen Anforderungen bei der Suche nicht außerhalb von China." Durch einen Fehler in den Microsoft-Systemen seien falsche Benachrichtigung für die Entfernung von Suchergebnissen ausgegeben worden, "aber die Ergebnisse selbst sind und waren unverändert außerhalb von China."

Laut der Organisation Reporter ohne Grenzen werden auch unter dem neuen Staats- und Parteichef Xi Jinping besonders Blogger und Internetaktivisten verfolgt. Mindestens 70 von ihnen sind im Gefängnis, ebenso 30 Journalisten. Jegliche politische Berichterstattung wird streng kontrolliert, besonders heikle Themen wie Enthüllungen über die Reichtümer der herrschenden Klasse werden komplett unterdrückt. Neue Gesetze schränkten die zuvor überraschend freie Kommunikation bei den Weibo-Mikroblogs massiv ein.

Seit Anfang 2010 weigert sich Google, in China bestimmte Suchbegriffe zu zensieren, wie die Behörden es fordern. Daraufhin musste sich das Unternehmen aus China zurückziehen und sein Angebot Google.cn einstellen. Chinesische Google-Nutzer sind seither auf das Hongkonger Angebot angewiesen. Zuvor hatte Google die staatlichen Zensurauflagen in China jahrelang sehr streng und engagiert befolgt.



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Tamashii 13. Feb 2014

Ja, ganz klasse. Eigentlich gehe ich jeden Morgen auf die Seite, um mir das neue Bild...

Lord Gamma 12. Feb 2014

Ja das stimmt, aber wenigstens ist es kein Problem, statt google.de zu verwenden, die...

mikilauder 12. Feb 2014

ich auch nicht HÄh

ObitheWan 12. Feb 2014

Nun, die gäbe es, wenn man den Faktor Mensch ausschalten könnte. Solche fehlerfreien...


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