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Microsoft bestätigt: Windows-Update macht Remote-App-Verbindungen kaputt

Einige Windows -Nutzer können seit Tagen keine Apps mehr von Azure Virtual Desktop streamen. Ein Fix ist in Arbeit. Aktuell helfen nur Workarounds.
/ Marc Stöckel
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Ein lästiger neuer Bug betrifft Windows-11-Nutzer. (Bild: pixabay.com / PabitraKaity)
Ein lästiger neuer Bug betrifft Windows-11-Nutzer. Bild: pixabay.com / PabitraKaity

Unter Windows 11 und Windows Server 2025 scheint es seit Anfang Dezember vermehrt zu Verbindungsstörungen bei der Verwendung RemoteApp-basierter Anwendungen zu kommen. Wie Microsoft im zugehörigen Supportartikel(öffnet im neuen Fenster) bestätigt, wurden die Probleme mit dem am 1. Dezember veröffentlichten Windows-Update KB5070311 eingeführt, betreffen aber ebenso neuere Updates.

Bei RemoteApp handelt es sich um(öffnet im neuen Fenster) ein Feature, mit dem einzelne Anwendungen von einem Azure Virtual Desktop (AVD) an Anwender-PCs gestreamt werden können, ohne die ganze Desktopumgebung zu übertragen. Solche Apps laufen also remote auf einem Server, verhalten sich aber auf einem Client-System ähnlich wie eine lokal installierte Anwendung.

Nach der Installation von KB5070311(öffnet im neuen Fenster) oder dem Dezember-Update KB5072033(öffnet im neuen Fenster) scheinen diese Apps aber auf einigen Systemen nicht mehr zu funktionieren. Vollständige Desktop-Sessions sollen sich hingegen weiterhin fehlerfrei nutzen lassen. Betroffen sind laut Microsoft primär Unternehmensumgebungen mit Windows 11 25H2 und 24H2 sowie Windows Server 2025.

Kein Fix verfügbar, dafür zwei Workarounds

Einen Fix zur Beseitigung der RemoteApp-Verbindungsfehler gibt es bisher noch nicht. Microsoft versichert aber, an einem solchen zu arbeiten und ihn mit einem zukünftigen Update zur Verfügung zu stellen. Bis dahin müssen sich betroffene Nutzer und Administratoren mit einem von zwei möglichen Workarounds behelfen, die Microsoft im Supportbeitrag erläutert.

Der erste Workaround besteht darin, manuell einen Registrierungsschlüssel hinzuzufügen. Das gelingt über eine als Admin gestartete Eingabeaufforderung mit dem Befehl "reg add "HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\WinLogon\ShellPrograms\RdpShell.exe" /v "ShouldStartRailRPC" /t REG_DWORD /d 1 /f" .

Der zweite Workaround besteht in der Anwendung eines Known Issue Rollbacks (KIR). Dafür müssen Administratoren lediglich eine von Microsoft bereitgestellte Gruppenrichtlinie installieren und konfigurieren. Nähere Angaben dazu sind im Supportbeitrag(öffnet im neuen Fenster) zu finden. Bei beiden Workarounds ist im Anschluss ein Neustart betroffener Systeme erforderlich, damit die Änderungen wirksam werden.


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