Microsoft bestätigt: Task-Manager-Bug müllt unter Windows 11 den Speicher voll

Schon Ende Oktober gab es erste Hinweise darauf , dass Microsoft mit dem Windows-11-Update KB5067036(öffnet im neuen Fenster) einen Bug im Task-Manager eingeführt hat, der je nach Nutzung die Systemleistung beeinträchtigen kann. Inzwischen hat der Konzern das Problem in seiner Liste bekannter Windows-Fehler(öffnet im neuen Fenster) offiziell bestätigt und nennt mögliche Workarounds. Einen Fix gibt es aber noch nicht.
Da der Task-Manager selbst ein zentrales Windows-Tool zur Prozessverwaltung darstellt, wirkt der Fehler ein wenig kurios: Die X-Schaltfläche, mit der sich Anwendungen unter Windows normalerweise beenden lassen, lässt den Task-Manager zwar verschwinden, jedoch läuft das Tool im Hintergrund weiter. Erneutes Öffnen führt dazu, dass jeweils ein neuer Prozess gestartet wird.
Im Laufe der Zeit entstehen also durch wiederholtes Starten des Task-Managers immer mehr Prozesse(öffnet im neuen Fenster) , die im Hintergrund laufen und Systemressourcen beanspruchen. Jede Instanz belegt dabei rund 20 bis 30 MByte des Arbeitsspeichers. Das mag zwar angesichts heutiger Maßstäbe wenig erscheinen, doch wer seinen Rechner selten neu startet, lastet sein System damit auf Dauer unerwartet aus.
Noch kein Fix – dafür zwei Workarounds
Microsoft schreibt dem Fehler nur geringe Auswirkungen zu, sofern der Task-Manager nur einige Male geöffnet wird. Anders sieht es jedoch aus, wenn sich im Laufe der Zeit viele Instanzen ansammeln. Dann könne es zu einer merklichen Beeinträchtigung der Geräteleistung(öffnet im neuen Fenster) sowie "spürbaren Verlangsamungen bei anderen Anwendungen" kommen.
Wer das verhindern will, hat zwei Möglichkeiten: Entweder das Beenden verwaister Prozesse wird über die Prozessliste des Task-Managers selbst erzwungen – oder Anwender führen als Administrator über die Eingabeaufforderung den Befehl "taskkill.exe /im taskmgr.exe /f" aus. Letzteres lohnt sich vor allem dann, wenn schon viele Instanzen laufen, da damit alle Task-Manager-Prozesse auf einmal beendet werden.
Einen Fix, der den Fehler automatisch behebt, gibt es bisher nicht. Microsoft versichert aber, an einem solchen zu arbeiten und zu einem späteren Zeitpunkt weitere Informationen diesbezüglich zu teilen. Bis dahin sind Anwender vorerst auf die genannten Workarounds angewiesen. Betroffen sind nach aktuellem Kenntnisstand nur Windows 11 24H2 und 25H2.