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Microsoft: Ballmers Abschied bei Microsoft lief nicht glatt

Steve Ballmer hat offenbar noch im Juli überhaupt nicht vorgehabt, die Unternehmensführung abzugeben. Doch es gab Druck im Aufsichtsrat, und auch sein alter Freund Bill Gates setzte sich nicht mehr für ihn ein.
/ Achim Sawall
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Bill Gates und Steve Ballmer im Jahr 2007 (Bild: Robert Sorbo/Reuters)
Bill Gates und Steve Ballmer im Jahr 2007 Bild: Robert Sorbo/Reuters

Microsoft-Chef Steve Ballmer hat noch vor einigen Wochen nicht geplant, die Konzernführung bereits im kommenden Jahr aufzugeben . Das berichtet das Blog des Wall Street Journal All Things D(öffnet im neuen Fenster) aus Unternehmenskreisen. Der 57-jährige Ballmer hatte bisher angekündigt, erst 2018 aus Altersgründen abzutreten. Doch die Zeitplanung wurde zuerst von Ballmer und dann vom Aufsichtsrat des Konzerns geändert, offenbar um einen "hässlichen Streit unter den Aktionären" zu verhindern, der dem Unternehmen öffentlich geschadet hätte.

Der Investor Valueact habe den Rücktritt von Ballmer, einen Aktienrückkauf und eine Erhöhung der Dividende gefordert.

Ballmer selbst hatte erklärt, dass er ursprünglich geplant hatte, erst in der "Mitte des Transformationsprozesses auszuscheiden."

Die Restrukturierungspläne zu One Microsoft hatte Ballmer im Juli 2013 veröffentlicht . Im Monat davor sei er noch gewohnt enthusiastisch in Meetings aufgetreten und habe sich als Teil des Restrukturierungsprozesses gesehen, den er angekündigt hatte. In Treffen nach der Ankündigung vom 11. Juli 2013 sei Ballmer jedoch "untypisch ruhig" gewesen.

"Erst war sicher, dass er nicht weggeht und dann ging er plötzlich doch. Auch wenn der heutige Steve seine Entscheidung getroffen hat, war dies eine Entscheidung, die der frühere Steve nicht gefällt hätte" , so ein Insider.

Konzernmitbegründer und Aufsichtsratschef Bill Gates soll laut Gerüchten aus dem Unternehmen selbst Druck auf Ballmer ausgeübt haben. Andere bestreiten dies, Gates habe aber wohl auch nichts getan, um Ballmer, wie bisher immer, zu unterstützen.

Tatsächlich findet sich in der Pressemitteilung Microsofts kein großes Lob von Gates über Ballmers Konzernführung. "Als Mitglied des Komitees für die Nachfolgeplanung werde ich eng mit den anderen Mitgliedern des Aufsichtsrats zusammenarbeiten, um einen großartigen neuen Vorstandschef zu finden" , erklärte Gates. "Wir haben Glück, dass Steve auf seinem Posten bleibt bis der neue Vorstandschef seine Aufgaben übernimmt."

In einem Interview mit Cnet sagte Ballmer, Gates habe nicht versucht, seine Entscheidung zu beeinflussen.


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