Microsoft: Keine Milliarde Windows-10-Systeme bis 2018
Microsofts Terry Myerson, Executive VP der Windows and Devices Group, hat im Gespräch mit Zdnet gesagt(öffnet im neuen Fenster), es sei unwahrscheinlich, das selbst gesteckte Ziel von über einer Milliarde Geräte mit installiertem Windows 10 bis Frühjahr 2018 zu erreichen. Myerson hatte diese Prognose auf Microsofts Build-Konferenz Ende März 2015 getroffen und dabei sogar von zwei bis drei Jahren gesprochen, bis die 1-Milliarde-Marke fallen soll. Daraus wird aber wohl nichts.
Auf Nachfrage sagt Microsoft zu Zdnets Mary Jo Foley, der Stand von Windows 10 sei mit aktuell über 350 Millionen aktiven Geräten pro Monat exzellent, die Nutzer wären rekordverdächtig zufrieden – wie auch immer Redmond das misst. Man sei mit dem derzeitigen Verbreitungsstand zwar zufrieden, durch den Fokus auf das eigene Smartphone-Hardware-Geschäft würde es aber länger dauern als bis zum Ende des Fiskaljahres im März 2018, bis das Ziel von einer Milliarde monatlich aktiver Windows-10-Systeme erreicht sei. Microsoft erwarte für nächstes Jahr aber mit Spannung den Markstart neuer Geräte mit Windows 10 und die steigenden positiven Kundenreaktionen darauf.
Alles, worauf irgendwie Windows 10 läuft, wird gezählt
In den vergangenen Wochen hatte Microsoft das ach so wichtige Update von Windows 7/8.1 per Riesenhinweis angepriesen – eine aufdringliche und etwas verzweifelte Maßnahme. Hintergrund ist das nahende Ende für kostenlose Upgrades auf Windows 10, denn ab dem 29. Juli 2016 kostet die Home-Version 135 Euro und die Pro-Version 280 Euro. Die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer wechseln, wenn sie für Windows 10 zahlen müssen, dürfte deutlich geringer sein als bei einem kostenlosen Update – was Microsoft völlig bewusst ist.
Unter die erhofften eine Milliarde Systeme mit Windows 10 fallen Desktops, Notebooks, Tablets, Smartphones, die Xbox One und die neue S-Variante, die beiden Surface Hubs, die Hololens-AR-Brillen und IoT-Geräte.
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