Microsoft, Amazon: Irland hat nicht mehr genug Strom für weitere Rechenzentren

Microsoft und Amazon werden ihre neuen Rechenzentren wohl nicht in Irland ansiedeln. Dort wird bereits vor potenziellen Blackouts gewarnt.

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In Irland heißt es aktuell: "Energieniveau kritisch!"
In Irland heißt es aktuell: "Energieniveau kritisch!" (Bild: EA/Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de)

Eigentlich wollten Microsoft, Amazon Web Services und Equinix weitere Rechenzentren in der irischen Hauptstadt Dublin ansiedeln. Offenbar wird daraus nichts: Die Unternehmen haben ihre Pläne wohl gestoppt. Die Stadt habe nicht genug Energiereserven übrig. Das berichtet das Magazin Datacenter Dynamics mit Bezug auf die Zeitung The Times. Damit würde der Region ein Investment von 2 Milliarden Euro verloren gehen.

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Allerdings warnte der staatliche Energieversorger Eirgrid im letzten Jahr bereits davor, dass es aufgrund des ausgelasteten Energienetzes und der zu hohen Nachfrage bereits zu Blackouts kommen kann. Da stabiler Strom eine der wichtigsten Ressource für Cloudstandorte ist, wäre eine Expansion nach Dublin daher risikoreich für Unternehmen, die hohe Verfügbarkeiten für ihre Kunden versprechen.

15 Rechenzentren allein in Dublin

Allerdings scheinen Microsoft und Amazon sowieso keinen Anschluss zum Stromnetz zu erhalten. Eirgrid muss dafür Genehmigungen erteilen, die offenbar noch nicht erfolgt sind. Microsoft schaut sich deshalb nach anderen Standorten um. In Frage kommen die britische Hauptstadt London, der deutsche Knoten Frankfurt oder die spanische Hauptstadt Madrid. Amazon habe sich bereits für ein Rechenzentrum in London entschieden.

Irland ist als finanziell günstiger und stabiler EU-Staat generell ein beliebter Standort für Cloudunternehmen, die ihre Verfügbarkeit in der EU ausbauen möchten. Laut dem Portal Datacenters.com sind im Land mindestens 17 Rechenzentren angesiedelt. Davon sind nur zwei außerhalb Dublins stationiert - betrieben von Facebook und T5.

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Dass die irische Regierung für die kommenden Winter 2023 und 2024 zusätzliche 450 Megawatt Reservekapazitäten abgesegnet hat, ist für die Expansion von Rechenzentren nur ein weiteres Hindernis. Offenbar erwartet Eirgrid zudem, dass bis 2028 keine weiteren Standorte genehmigt werden.

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Norcoen 30. Aug 2022 / Themenstart

IT-News für Profis... Warum soll die Kette unbedingt A->B->C->D usw. sein, wenn sowohl A...

Trollversteher 26. Aug 2022 / Themenstart

Au weia, dieser unsäglich dämliche ideologisch-populistische Kampfbegriff des...

Kilpikonna 26. Aug 2022 / Themenstart

Man könnte auch ne Stromleitung nach Brasilien bauen, um die dort massig vorhandene...

oleid 26. Aug 2022 / Themenstart

Sowieso, was bringt dir London wenn es um Standorte in der EU geht?

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