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Microsoft: Aktivierungsserver für Windows XP bleiben online

Auch wenn Microsoft den Support für Windows XP ab dem 8. April 2014 weitgehend einstellt, lässt sich der Betriebssystem-Oldie weiterhin installieren und aktivieren. Vor allem für Tests beim Umstieg von Firmen kann das nützlich sein.
/ Nico Ernst
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Windows XP (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)
Windows XP Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de

Das Ende von Windows XP ist nicht das Ende seiner Nutzbarkeit – zumindest, wenn das Betriebssystem, das nicht mehr gepatcht wird, aktiviert werden soll. Microsoft Deutschland bestätigte Golem.de, dass die Aktivierungsserver auch nach dem 8. April 2014 "bis auf weiteres" laufen würden.

XP ist das erste Windows, das diesen Prozess der Aktivierung erforderte. Vermutlich, weil die Kunden von Microsoft das Betriebssystem ohne Onlineaktivierung nur durch eine umständliche Telefonprozedur nutzen können, bleiben die entsprechenden Server am Netz. Auch rechtlich spricht einiges dafür, die Server online zu lassen, denn Windows XP lässt sich ohne Aktivierung nur kurze Zeit und mit Einschränkungen nutzen. Wer das Betriebssystem gekauft hat, könnte es ohne Aktivierung nicht mehr sinnvoll verwenden.

Gerade für Unternehmen ist Microsofts Entscheidung zu begrüßen. Es ist damit möglich, noch einmal frische Installationen von Windows XP aufzusetzen, sie mit der oft nur damit lauffähigen Branchensoftware zu versehen und das Ganze dann in eine virtuelle Maschine zu packen. Abgeschottet vom Internet können solche VMs auch dann noch bei geringem Risiko genutzt werden, wenn die Installation von Software über Datenträger wie USB-Sticks unterbunden wird.

Schon länger gibt es darüber hinaus Spekulationen, Microsoft könnte die Aktivierung durch einen Patch nach dem Ende des Supportzeitraums aus Windows XP entfernen. Dazu gibt es aber "gegenwärtig keine Pläne", wie Microsoft Deutschland Golem.de sagte. Unmöglich erscheint das dennoch nicht, denn beispielsweise auch bei Spielen kommt es immer wieder vor, dass Aktivierungen nach einiger Zeit weggepatcht werden, um den Kunden den Umgang mit der Software zu erleichtern.

Nach mehrfachen Verschiebungen endet für Windows XP am 8. April 2014 der Support(öffnet im neuen Fenster). Auch wenn Microsoft weiterhin für die eigene Anti-Malware Updates liefern will, werden Lücken im Betriebssystem selbst danach nicht mehr gepatcht. Damit ist das vor über zwölf Jahren erschienene XP dann sämtlichen Angriffen auf noch nicht entdeckte Sicherheitslücken schutzlos ausgeliefert, wogegen auch ein aktueller Virenscanner nicht immer helfen kann.


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