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Microsoft: Activision Blizzard versus die nächste Playstation

Die Übernahme von Activision Blizzard könnte Probleme bekommen - und Sony spricht in einem offiziellen Dokument über die nächste Playstation .
/ Peter Steinlechner
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Artwork des Playstation Dualsense (Bild: Sony)
Artwork des Playstation Dualsense Bild: Sony

Bis Mitte 2023 möchte Microsoft die Übernahme von Activision Blizzard für rund 68,7 Milliarden US-Dollar abschließen. Das könnte aber schwierig werden: Offenbar plant die Federal Trade Commission (FTC) in den USA, gegen die Akquisition zu klagen. Das berichtet unter anderem Politico(öffnet im neuen Fenster) , offiziell bestätigt ist es nicht.

Microsoft und Activision Blizzard sind eigenen Angaben zufolge auf einen Rechtsstreit vorbereitet. Welche Folgen dieser für die Übernahme hat und ob es zu Verzögerungen kommt, ist nicht absehbar.

Theoretisch ist denkbar, dass es Zugeständnisse gibt - etwa, dass bestimmte Teile von Activision oder Blizzard von der Übernahme ausgenommen werden. Das müssen nicht unbedingt Spieleserien sein, stattdessen könnte es auch Vertriebsorganisationen oder Ähnliches betreffen.

Großbritannien und die EU beschäftigen sich bereits intensiv mit dem Thema, die EU etwa startete eine sogenannte Phase-2-Untersuchung. Im Mittelpunkt steht in beiden Regionen das Actionspiel Call of Duty, das auch als Systemseller etwa für neue Konsolen gilt.

In einem offiziellen Dokument(öffnet im neuen Fenster) , das Ende Oktober 2022 in Großbritannien eingereicht wurde, äußerte sich Sony in dem Zusammenhang sogar zum möglichen Starttermin der nächsten Playstation.

Das Datum ist zwar geschwärzt, aber aus Daten im Zusammenhang mit Call of Duty ergibt sich recht eindeutig, dass die Konsole "um das Jahr" 2028 erscheinen könnte. Die Angabe ist durchaus ernst zu nehmen, schließlich stammt sie von Sony selbst. Die Playstation 5 kam Ende 2020 auf den Markt, so dass die Konsole im Jahr 2028 rund acht Jahre alt wäre.

Microsoft bietet Sony zehn Jahre Call of Duty an

Die Anwälte von Sony argumentieren weiter, dass Sony zwar selbst eine Alternative für Call of Duty produzieren könnte. Dafür seien aber Jahre und "mehrere Milliarden US-Dollar" nötig - und wie an Battlefield zu sehen, könne so ein Vorhaben auch scheitern.

Call of Duty Modern Warfare 2 - Trailer (Launch)
Call of Duty Modern Warfare 2 - Trailer (Launch) (01:15)

Xbox-Chef Phil Spencer bot Sony laut einem Bericht der New York Times(öffnet im neuen Fenster) gerade erst einen Vertrag über den Zugang zu Call of Duty über zehn Jahre an. Sony antwortete darauf zumindest noch nicht öffentlich - aber immerhin würde diese Laufzeit auch für die nächste Playstation noch ausreichen.


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