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Microsoft: Absatz der Xbox-Hardware bricht ein

Microsoft wächst mit Cloud und KI – doch im Gaming-Bereich gehen die Xbox -Hardwareverkäufe massiv zurück.
/ Peter Steinlechner
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Xbox auf der Gamescom 2025 (Bild: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images)
Xbox auf der Gamescom 2025 Bild: INA FASSBENDER/AFP via Getty Images

Microsoft hat am 28. Januar seine Zahlen für das zweite Quartal(öffnet im neuen Fenster) des Geschäftsjahres 2026 vorgelegt. Der Konzern meldet einen Umsatz von rund 81,3 Milliarden US-Dollar und einen Nettogewinn von 30,9 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf Microsoft die Erwartungen der Analysten und setzte das Wachstum fort.

Besonders stark zeigte sich wieder das Cloudgeschäft um Azure und andere Clouddienste, das deutlich zweistellig wuchs und einmal mehr die wichtigste Umsatzsäule für Microsoft darstellte.

Im Gamingbereich der Xbox-Sparte zeichnete sich hingegen ein anderes Bild ab: Die Einnahmen aus Xbox-Hardware sanken im Jahresvergleich um rund 32 Prozent.

Auch die Umsätze mit Xbox-Content und Diensten wie dem Xbox-Game-Pass fielen gegenüber dem Vorjahr um rund 5 Prozent, was Microsoft unter anderem auf einen ungewöhnlich starken Vergleichszeitraum und nicht allein auf die Preise zurückführt.

Diese Entwicklung stellt die Spielesparte vor Herausforderungen: Klassische Konsolenverkäufe verlieren an Dynamik, während digitale Dienste nicht im gleichen Maße kompensieren können. Die Zahlen deuten darauf hin, dass Microsoft sich im Gaminggeschäft immer stärker von der reinen Konsolenstrategie löst.

Auch Vorzeigespiele auf Konkurrenz-Plattformen

Statt den Erfolg vor allem an verkauften Xbox-Geräten festzumachen, setzt der Konzern zunehmend auf Spiele und Dienste, die auch auf PC, Cloud und fremden Plattformen verfügbar sind.

Ein sichtbarer Teil dieser Ausrichtung ist, dass große Xbox-Marken inzwischen auch auf der Playstation erscheinen. Titel wie Fable oder Forza Horizon 6 sollen so ein größeres Publikum erreichen und neue Einnahmen bringen – selbst dann, wenn die eigene Hardware weniger gefragt ist.

Abseits der Spielezahlen fuhr Microsoft ordentliche Ergebnisse in anderen Kernbereichen ein. Windows-Lizenzen und Microsoft-365-Abonnements entwickelten sich stabil, Surface-Geräte blieben ohne neue Produkte weitgehend unverändert im Umsatz, und Linkedin erzielte erneut zweistellige Zuwächse.

Der kräftige Cloudzuwachs trug wesentlich dazu bei, dass der Konzern die Erwartungen insgesamt übertraf, auch wenn die hohen Investitionen in KI-Infrastruktur und Rechenzentren die kurzfristigen Margen belasten und an den Märkten Fragen nach der Profitabilität dieser Ausgaben aufwerfen.


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