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Grund 9: Microsoft Edge nervt

Microsofts proprietärer Edge-Browser wurde Usern bereits bei Windows 10 teilweise relativ aufdringlich ans Herz gelegt. In Windows 11 ist das nochmal nerviger. Das liegt vor allem daran, dass Windows 11 die Einstellungen für Standardprogramme geändert hat. Statt wie bisher einen Browser für alle Webformate als Standard auswählen zu können, müssen alle zugewiesenen Dateitypen manuell umgestellt werden.

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Auch wenn wir einen alternativen Browser wie Firefox, Chrome oder Opera installieren, müssen wir anschließend in die Systemeinstellungen navigieren und dort Verknüpfungen ändern. Microsoft Edge ist zudem eine der wenigen in Windows 11 integrierten Apps, die vom Computer nicht deinstalliert werden können und im Prinzip ein fester Bestandteil von Windows sind.

Wenigstens hört Microsoft auf das Feedback der Kundschaft. In einem kommenden Windows-11-Update (KB22509) soll der Wechsel des Standard-Browsers für mehrere Webdatei-Typen wieder einfacher gemacht werden. Dafür wird in den Systemeinstellungen ein Auswahlmenü mit allen auf dem OS installierten Browsern eingeführt. Bis dahin dauert es aber noch ein wenig.

Grund 10: unsinnige Widgets

Windows 11 führt einige sinnvolle Features ein. So verwenden wir die Snap-Layouts, mit denen wir diverse Fensteranordnungen schnell umschalten können, gerne für Multitasking-Aufgaben. Allerdings gibt es auch Features, die unserer Meinung nach zurzeit wenig Sinn ergeben.

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Microsoft Edge ist noch penetranter. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de) [1/5]

Das Kontextmenü ist weniger funktional. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de) [2/5]

Im Startmenü finden wir nicht so viele Elemente auf einmal. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de) [3/5]

Der Windows Explorer versteckt Funktionen. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de) [4/5]

Widgets sind unnütz. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de) [5/5]

Dazu zählen wir beispielsweise die neue Widgets-Übersicht. Die nutzen wir nur, um kurz das Wetter zu prüfen, was in Windows 10 keine zusätzlichen Klicks benötigt. Da die Widgets-Leiste derzeit zudem noch nicht um weitere Widgets erweitert werden kann, ist ihr Nutzen auf eine Handvoll Microsoft-Apps beschränkt - etwa einen an Android-Geräte erinnernden News-Feed oder eine Schnellzugriffsbox für gespeicherte Bilder.

Microsoft arbeitet zurzeit an einer verbesserten Version der Widgets-Übersicht, die auch Apps von Drittherstellern ermöglicht. Möglicherweise wird das Feature dann auch von uns mehr genutzt.

Grund 11: schlechtere Kalenderintegration und Benachrichtigungen

Mehr Übersicht, dafür weniger Informationen: Dieser Ansatz scheint in Windows 11 generell das Thema zu sein. Das gilt auch für die neue Benachrichtigungszeile, die am rechten Bildschirmrand herausgefahren wird. Zwar können wir innerhalb der Quick-Settings die meisten Informationen wie in Windows 10 sehen, allerdings ist etwa die WLAN-Übersicht verschachtelt und nur über mehr Klicks auf das WLAN-Symbol zu finden.

Zudem fehlen einige Schaltflächen, die wir in Windows 11 nicht mehr nutzen können. Dazu zählen etwa ein Umschalter des Benachrichtigungsassistenten, ein GPS-Schalter, VPN, ein Screenshot-Tool und mehr. Auch hier ist es möglich, dass Microsoft weitere Schaltflächen zu den Quick-Settings hinzufügt, denn favorisierte Schaltflächen können hier angepinnt oder nicht genutzte Elemente ausgeblendet werden - an sich ein sinnvoller Fortschritt gegenüber Windows 10, der aber momentan noch nicht so funktionell ist.

Video: Windows 11 - Features vorgestellt (Herstellervideo) [14:58]

Auch scheint Microsoft den Kalender nicht ganz fertig entwickelt zu haben. In Windows 10 können wir unser Microsoft- oder Microsoft-365-Konto mit dem OS synchronisieren und uns so Kalendereinträge bereits über den in der Taskleiste eingebauten Kalender anzeigen lassen. Auch werden Mail-Nachrichten in den Benachrichtigungen als Liste angezeigt. Der Kalender von Windows 11 ist - abseits von einer Datumsanzeige - bisher nicht dazu in der Lage. Das ist schade, da wir den Schnellzugriff über den Mini-Kalender in Windows 10 gern und viel genutzt haben.

Haben wir schon erwähnt, dass die in Windows 11 verbaute Mail-und-Kalender-App gern gar nicht startet und stattdessen abstürzt? Nur ein weiterer Tag mit der Arbeit in Windows 11.

  1. Fazit: Windows 11 ist noch keinen Umstieg wert
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