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10 Jahre Windows 8: Das Windows, das niemand vermisst

Als Windows 8 vor zehn Jahren herauskam, wunderten sich viele: Ist das noch Windows? Am Ende war selbst das uralte Windows XP beliebter.

Ein Erfahrungsbericht von veröffentlicht am
Windows 8 fiel vor allem durch das Kacheldesign auf. (Bild: Microsoft/Screenshot: Golem.de)

2012 dominierten Tablets und Touchscreen-Geräte den Markt der mobilen Geräte. Netbooks mit Windows waren dank des iPads und anderen Tablets bereits auf dem Weg in die Nische. Zu dieser Zeit experimentierte auch Microsoft viel. Das Ergebnis war Windows 8, welches ab dem 26. Oktober 2012 offiziell verkauft und auch von Golem.de ausführlich auf 15 (!) Seiten getestet wurde.

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Es ist ein aus heutiger Sicht fast schon unbenutzbares Desktopbetriebssystem, das zu Recht von den meisten Menschen kritisiert wurde. Vor zehn Jahren hatte ich auch als Systemadministrator mit dem OS zu tun und blicke nun zum zehnten Geburtstag von Windows 8 auf turbulente Zeiten zurück.

Wo ist der Aus-Knopf?

Bei meinem damaligen Arbeitgeber war das Betriebssystem nämlich ebenso verhasst wie bei den meisten Kunden. Zu groß waren die optischen und funktionellen Unterschiede im Vergleich zum generell als stabil und ausgebaut geltenden Windows 7. Unser Team musste daher eine Entscheidung treffen: Wird auf Windows 8 umgestellt und damit ein möglicherweise längerer Support garantiert oder bleibt das Unternehmen bei Windows 7?

Rückblickend war das Ergebnis logisch: Windows 8 wurde komplett übersprungen. Interne Tests hatten ergeben, dass diverse Legacy-Programme nicht mehr funktionieren und Mitarbeiter mit der Kachel-GUI, von Microsoft offiziell Metro genannt, enorme Probleme haben würden. Entsprechend hohe Kosten hätte mein damaliger Arbeitgeber einplanen müssen, ohne wirklich an Produktivität zu gewinnen.

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Video: Windows 8 - Test [6:55]

Oft kamen bei mir Kollegen und Kolleginnen mit privaten Anfragen vorbei. Ich konnte dann für sie auf neu gekaufte Computer ein traditionelles Windows 7 installieren. Windows 8 war einfach zu befremdlich und für die wenigsten Geräte wirklich sinnvoll nutzbar. Die Ratlosigkeit in den Köpfen der Menschen war besonders groß.

Entsprechend viele Support-Tickets sind bei uns eingegangen, die auf Probleme mit privaten Windows-8-Systemen schließen ließen. Meist wussten Menschen nicht, wo sie ihre Dateien finden, wie sie Applikationen nebeneinander anordnen oder simple Einstellungen vornehmen konnten. Einfache Aufgaben wurden zu einer nervigen Suche - selbst der Power-Schalter wurde hinter mehreren Klicks versteckt.

Wir waren wohl nicht die einzigen, die Probleme mit Windows 8 hatten: Auch 2016, vier Jahre nach dem Release, nutzten mehr Menschen das dann schon lang obsolete Windows XP als Windows 8.1, den hastig zusammengebauten Nachfolger von Windows 8. Der machte ein paar Dinge besser, brachte etwa das traditionelle und seit Jahrzehnten als Symbol für Windows geltende Startmenü und die Taskleiste als Standardeinstellung zurück. Allerdings wurde das Kernproblem nicht behoben.

Windows XP wird per Hyper-V unter Windows 8 ausgeführt. [1/91]

Windows XP wird per Hyper-V unter Windows 8 ausgeführt. [2/91]

Windows XP wird per Hyper-V unter Windows 8 ausgeführt. [3/91]

Der Startbildschirm von Windows 8 [4/91]

Der Startbildschirm von Windows 8 [5/91]

Der Startbildschirm von Windows 8 im Semantic Zoom [6/91]

Gruppen können durch ein kurzes Herunterschieben ausgewählt werden. [7/91]

Die Gruppen lassen sich im Semantic Zoom auch verschieben. [8/91]

Die Metro-App Bing Wetter will auf den aktuellen Ort zugreifen. [9/91]

Die Metro-App Bing Wetter [10/91]

Die Metro-App Bing Wetter [11/91]

Die Metro-App Bing Wetter [12/91]

Bing Wetter sieht im Semantic Zoom ganz anders aus. [13/91]

Die App-Übersicht [14/91]

Die App-Übersicht im Semantic Zoom [15/91]

Die App-Suche [16/91]

Die neun Charms von Windows 8 am rechten Rand [17/91]

Der Teilen-Charm in Wetter App ist noch übersichtlich. Bald aber dürften sich hier weitere Apps einklinken, die Daten übernehmen können. [18/91]

Die Metro-Version des Internet Explorer 10 [19/91]

Tabs und Kontextmenü werden von oben oder unten hineingemischt. [20/91]

Weseiten könne auf dem Startbildschirm abgepinnt ... [21/91]

... oder in der Desktopversion des IE geöffnet werden. [22/91]

Gedruckt wird unter Metro über den Geräte-Charm. [23/91]

Gedruckt wird unter Metro über den Geräte-Charm. [24/91]

Windows Snap: Desktop link und Metro-IE rechts. [25/91]

Zwei Metro-Apps nebeneinander [26/91]

Wetter-App (links) und Browser (rechts) [27/91]

Der Desktop von Windows 8 [28/91]

Der neue Windows Explorer mit Ribbons [29/91]

Neu gestalteter Task-Manager von Windows 8 [30/91]

Neu gestalteter Task-Manager von Windows 8 [31/91]

Neu gestalteter Task-Manager von Windows 8 [32/91]

Neu gestalteter Task-Manager von Windows 8 [33/91]

Virtuelle Tastatur auf dem Desktop. Sie kann über die Inhalte geblendet werden. [34/91]

Alternative Layouts der virtuellen Tastatur [35/91]

Das Verhalten beim Öffnen von Links ist in den Einstellungen des Internet Explorer versteckt. [36/91]

Das Verhalten beim Öffnen von Links ist in den Einstellungen des Internet Explorer versteckt. [37/91]

Akku-Eigenschaften im typischen Desktop-Look [38/91]

Die Netzwerkeigenschaften erscheinen auch auf dem Desktop im Metro-Look. [39/91]

Einstellungs-Charm unter Metro [40/91]

In den Einstellung kann man den PC ausschalten. [41/91]

PC-Einstellungen unter Metro [42/91]

PC-Einstellungen unter Metro [43/91]

PC-Einstellungen unter Metro [44/91]

PC-Einstellungen unter Metro [45/91]

PC-Einstellungen unter Metro [46/91]

PC-Einstellungen unter Metro [47/91]

PC-Einstellungen unter Metro [48/91]

PC-Einstellungen unter Metro [49/91]

PC-Einstellungen unter Metro [50/91]

PC-Einstellungen unter Metro [51/91]

PC-Einstellungen unter Metro [52/91]

PC-Einstellungen unter Metro [53/91]

Der Teilen-Charm hat auf dem Desktop keine Funktion. [54/91]

Blendet man die virtuelle Tastatur nicht über die Inhalte ... [55/91]

hinterlässt sie Unordnung. [56/91]

Windows+x gibt schnellen Zugriff auf Systemwerkzeuge. [57/91]

Computereinstellungen auf dem Desktop. [58/91]

Geräte und Drucker [59/91]

Hardware und Sound [60/91]

System und Sicherheit [61/91]

Darstellung anpassen [62/91]

Die Computerverwaltung [63/91]

Das Mobility Center [64/91]

Systeminformationen [65/91]

Der Gerätemaneger [66/91]

Im Windows Store ... [67/91]

... muss viel gewischt werden. [68/91]

Die Golem.de-App im Windows Store [69/91]

Xbox Spiele fasst alle Spiele zusammen. [70/91]

Detail-Infromationen zu Spielen könnten hübscher sein. [71/91]

Es braucht viele Klicks, um ein Spiel über Xbox Spiele herunterzuladen. [72/91]

Am Ende landet man im Windows Store. [73/91]

Am Ende landet man im Windows Store. [74/91]

Seamtic Zoom im Windows Store bringt kaum mehr Übersicht. [75/91]

Um Musik kümmert sich Xbox Music. [76/91]

Hier kann auch Musik direkt gekauft werden. [77/91]

Nachrichten-App mit wuchtiger Optik [78/91]

Die Finanzen-App [79/91]

Für Karten kommt Bing Maps zum Einsatz. [80/91]

Für Karten kommt Bing Maps zum Einsatz. [81/91]

Für Karten kommt Bing Maps zum Einsatz. [82/91]

Für Karten kommt Bing Maps zum Einsatz. [83/91]

Auch die Bing Suche setzt auf tolle Bilder. [84/91]

Manchmal verstecken sich darin weitere Informationen. [85/91]

Vorschläge bei der Sucheingabe und ... [86/91]

Suchergebnisse erscheinen in Kachelform. [87/91]

Liste der zuletzt geöffneten Metro-Apps [88/91]

WD Blue 500 GByte mit Core i7-975 auf Asus P6T mit 6 GByte RAM [89/91]

Seagate Momentus XT 750 GByte im Asus-Notebook N53 mit Core i5-2410M und 8 GByte RAM [90/91]

Sanddisk SSD Ultra 60 GByte mit Core i7-975 auf Asus P6T mit 6 GByte RAM [91/91]

Denn Windows 8 und Windows 8.1 wurden zuerst als Betriebssysteme für Touchscreens konzipiert. Die Live-Kacheln mit teilweise beweglichen Elementen ersetzten den klassischen Desktop mit Verknüpfungen und Zugriff auf das Startmenü. Apps starteten zudem standardmäßig im Vollbildmodus, was Multitasking und Fenstermanagement schwierig machte. Der Konzern opferte also einen primären Verkaufsgrund für Windows, Multitasking, für eine Wette auf den damals boomenden Tablet-Markt.

Daraus wurde letztlich nichts: Notebooks blieben die primäre Plattform für Windows. Touchscreens sind heute längst kein Trend mehr, auch wenn diese Microsoft weiterhin in allen Surface-Geräten verbaut und es sicher gern anders sieht. Windows 8 hat sich so schnell wie der Tablet-Boom nach nur wenigen Jahren überholt.

Nur bei Smartphones würde eine GUI mit Kachel-Fokus noch Sinn ergeben. Damit hat es Microsoft auch versucht.

  1. Windows 8 scheiterte auch auf Smartphones
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