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Das neue Flattr-Konzept soll Inhalteanbietern mehr Einnahmen bringen.
Das neue Flattr-Konzept soll Inhalteanbietern mehr Einnahmen bringen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Micropayment: Eine Erweiterung, sie alle zu flattern

Das neue Flattr-Konzept soll Inhalteanbietern mehr Einnahmen bringen.
Das neue Flattr-Konzept soll Inhalteanbietern mehr Einnahmen bringen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Dieses Konzept könnte sogar dem Axel-Springer-Verlag gefallen: Das neue Flattr-Addon vom Adblocker-Anbieter Eyeo will Webseiten eine neue Einnahmequelle verschaffen. Doch Nutzer müssen einige Nachteile in Kauf nehmen.

Gut anderthalb Jahre nach der ersten Ankündung hat der Kölner Adblock-Plus-Anbieter Eyeo sein neues Bezahlsystem für Internetseiten auf den Markt gebracht. Das neue Konzept des Micropayment-Dienstes Flattr ermöglicht es den Nutzern, ohne jeden Klick die von ihnen besuchten Medien, Blogs oder Social-Media-Profile zu unterstützen. Eine Browsererweiterung misst dazu die tatsächliche Interaktion mit den besuchten Seiten. Die beteiligten Inhalteanbieter erhalten später ihren Anteil an dem vom Nutzer bestimmten monatlichen Betrag.

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Flattr-Gründer Peter Sunde hatte das Konzept im Mai 2016 auf der Republica vorgestellt. Im April 2017 hatte Eyeo den schwächelnden Bezahldienst dann übernommen.

Pornoseiten nicht dabei

Der 2010 gegründete Dienst Flattr hat die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt. Nach einem anfänglichen Hype stagnierten die Benutzerzahlen. Für Medien sind die Einnahmen durch Flattr inzwischen nicht mehr relevant. Das neue Konzept soll zwei Nachteile des alten Dienstes beseitigen: Nutzer müssen nun nicht mehr einzelne Inhalte "flattern", das heißt per Mausklick für eine Honorierung auswählen. Inhalteanbieter wiederum müssen nicht mehr entsprechende Buttons in ihre Seiten einbauen. Ihre einzige Aufgabe besteht darin, sich für den Bezahldienst anzumelden und ihre Bankverbindung anzugeben.

Den Rest erledigen die bislang nur für die Desktopversionen von Firefox und Chrome verfügbare Browsererweiterung sowie die Server von Flattr. Das Addon misst die Interaktion der Nutzer mit bestimmten Webseiten, die von Flattr für eine Honorierung ausgewählt wurden. Nicht dazu gehören standardmäßig Dienste wie Onlinebanking, Pornoseiten oder Waffenverkäufe im Internet. Unterstützt werden jedoch nicht nur kommerzielle Medien. Selbst einzelne Nutzerprofile auf Plattformen wie Twitter, Flickr, Youtube oder Wordpress können angemeldet werden.

Zahlung nur per Kreditkarte möglich

Blogger mit eigenen Domains können sich wie bisher ebenfalls anmelden. Zur Verifikation werden die Betreiber aufgefordert, ein Meta-Tag in ihre Website einzubauen, sagte Entwickler und Flattr-Chef Linus Olsson im Gespräch mit Golem.de. Facebook- und Instagram-Accounts können hingegen nicht geflattert werden. Während dies bei Instagram an der restriktiven API-Politik liegt, hat das bei Facebook andere Gründe. Da Nutzer dort viele Inhalte teilen könnten, würden nicht die eigentlichen Urheber davon profitieren, sagte Firmensprecherin Laura Dornheim auf Anfrage von Golem.de.

Nutzer müssen hingegen einige Nachteile in Kauf nehmen: So ist bislang nur eine Zahlung per Kreditkarte in US-Dollar möglich. Zudem werden zahlreiche Browserdaten an Flattr übermittelt, auch wenn die meisten Daten lokal auf dem Rechner gespeichert werden sollen. Die Erweiterung berechnet anhand der Nutzeraktion, ob eine Startseite oder ein einzelner Artikel geflattert wird. Letzteres ist beispielsweise nicht der Fall, wenn er nur in einem neuen Tab geöffnet, aber nicht gelesen wurde.

Noch keine Verknüpfung mit Adblock Plus 

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Spaghetticode 25. Okt 2017

Eigentlich könnte man aber hier zwei verschiedene Ausführungen der Zeitung oder des...

FreierLukas 24. Okt 2017

Gebt doch einfach den Kommentatoren die eure Werbung laden einen besonderen flair im...

FreierLukas 24. Okt 2017

Das Problem beim flattern war in meinen Augen nicht das flattern sondern das Geld...

Anonymer Nutzer 24. Okt 2017

Sehe ich genauso, die Daten werden sie sicher auch noch verkaufen die sie dadurch sammeln.

Dwalinn 24. Okt 2017

Glaube ich eher nicht, um einen Artikel zu lesen braucht man schon ein paar Minuten als...



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