Noch keine Verknüpfung mit Adblock Plus

Reicht die Verweildauer auf einer Seite aus oder wird ein Artikel bis zum Ende durchgescrollt, kann er durch das Addon geflattert werden. Einmal täglich werden dann die entsprechenden Daten hochgeladen und am Monatsende ausgewertet. Die Verlage und Blogger erhalten dann nicht nur das Geld, sondern auch eine detaillierte Übersicht über die geflatterten Inhalte. Eyeo erhält damit zwar keine vollständige Browserhistory frei Haus geliefert, jedoch eine detailliertes Nutzungsprofil für alle von Flattr gelisteten Seiten.

Neben der Eingabe der Kreditkartendaten dürfte dies für viele Nutzer ein Grund sein, auf eine Registrierung zu verzichten. Zumindest im Inkognito-Modus des Browers werden keine Daten hochgeladen. Allerdings wird dann auch nicht geflattert. Der Bezahlvorgang selbst wird über den französischen Anbieter Mangopay abgewickelt, eine Tochterfirma der Crowdfunding- und Spendenplattform Leetchi. Die Zahlungen der Nutzer landen daher zu keinem Zeitpunkt bei Eyeo, sondern werden über virtuelle Konten direkt zu den Inhalteanbietern weitergeleitet. Es gebe zwar Gespräche mit anderen Zahlungsanbietern, doch eine Einbindung von Paypal sei vom Konzept her nicht möglich, sagte Dornheim.

Eyeo behält 7,5 Prozent

Eine direkte Verknüpfung zwischen Adblock Plus und der Flattr-Erweiterung soll es vorerst nicht geben. Vorstellbar sei jedoch, dass Adblock-Plus-Nutzer künftig auf den Bezahldienst hingewiesen werden, wenn sie häufig eine Seite nutzen, die sich flattern lässt. Verlage könnten wiederum Flattr-Nutzer erkennen und ihnen bestimmte Inhalte zugänglich machen, die sonst hinter einer Bezahlschranke versteckt sind.

Ob das neue Flattr-Konzept erfolgreicher als das alte sein wird, lässt sich schwer einschätzen. Das Unternehmen rechnet offiziell mit 100.000 Nutzern im ersten Jahr. Wenn jeder davon fünf Dollar im Monat einzahlt, ergibt dies jährliche Einnahmen von sechs Millionen Dollar. Eine sehr geringe Summe, um die Einnahmeausfälle durch Werbeblocker auch nur annähernd auszugleichen. Eyeo selbst behält 7,5 Prozent des Umsatzes.

Allerdings bietet das Konzept auch Vorteile, die bislang kein anderer Bezahldienst besitzt. So können Nutzer ohne großen Aufwand viele Angebote gleichzeitig unterstützen. Darüber hinaus können sie gezielt solche Medien und Dienste abwählen, die sie zwar nutzen, aber schon auf andere Weise unterstützen oder gar nicht unterstützen möchten. Mit einem zusätzlichen Bezahlsystem und einem höheren Datenschutz könnte die Akzeptanz vermutlich deutlich gesteigert werden. Es mag zwar für die Medien praktisch sein, eine detaillierte Flattr-Nutzung zu erhalten. Doch das nützt ihnen wenig, wenn die Nutzer aus Gründen der Privatsphäre dann erst gar nicht flattern.

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 Micropayment: Eine Erweiterung, sie alle zu flattern
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Spaghetticode 25. Okt 2017

Eigentlich könnte man aber hier zwei verschiedene Ausführungen der Zeitung oder des...

FreierLukas 24. Okt 2017

Gebt doch einfach den Kommentatoren die eure Werbung laden einen besonderen flair im...

FreierLukas 24. Okt 2017

Das Problem beim flattern war in meinen Augen nicht das flattern sondern das Geld...

Anonymer Nutzer 24. Okt 2017

Sehe ich genauso, die Daten werden sie sicher auch noch verkaufen die sie dadurch sammeln.



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