Micron: DDR5-Speicher bleibt knapp und teuer

Am DRAM selbst scheitert es nicht, dafür an anderen Komponenten: Laut Micron wird sich die schlechte DDR5-Situation künftig aber bessern.

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Zwei DDR5-Riegel von Crucial/Micron
Zwei DDR5-Riegel von Crucial/Micron (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Speicherhersteller Micron hat einen trüben Ausblick auf die Verfügbarkeit von DDR5 gegeben: "Die Nachfrage hinsichtlich Nicht-Speicher-Komponenten, die für RAM-Riegel notwendig sind, übersteigt das Angebot signifikant", sagte CEO Sanjay Mehrotra bei der Besprechung der Quartalszahlen. Gemeint sind damit unter anderem Bauteile wie Power-Management-Chips und Spannungswandler.

Eine der Neuerungen bei DDR5-Speicher ist die Verwendung eben solcher PMICs, welche die eingehenden 5 Volt auf die Versorgungsspannung der Speicherbausteine, also 1,1 Volt bei Standardmodulen mit DDR5-4800 und bis zu 1,3 Volt bei Overclocking-Versionen mit DDR5-6000, anpassen.

Komponenten wie Power-Management-ICs waren jahrelang problemlos lieferbar, die Corona- und Chipkrise aber haben die Nachfrage sprunghaft ansteigen lassen. Derartige Bauteile werden auf 200-mm-Wafern und mit vergleichsweise groben Nodes produziert, bei denen praktisch kein Kapazitätsausbau stattfindet.

PMIC-Mangel ist eklatant

Modelle wie Renesas' P8911, der von Micron auf den hauseigenen Crucial-Sticks und von quasi allen anderen Anbietern eingesetzt wird, sind daher schlecht verfügbar. Ergo ist die Menge an herzustellenden DDR5-Riegeln trotz genügend DRAM-Dies stark limitiert, im Handel glänzen entsprechende Module daher mit Abwesenheit.

Ein wenig Hoffnung macht die von Micron-CEO Sanjay Mehrotra getätigte Aussage hinsichtlich der kommenden Monate: "Wir haben ein strategisches Abkommen geschlossen, um die Verfügbarkeit bestimmter Komponenten zu sichern, welche wir für die Fertigung unserer Produkte benötigen". Im Verlauf des Kalenderjahres 2022 soll sich die Verfügbarkeit dieser Bauteile daher graduell verbessern.

Derzeit wird DDR5 im Desktop-Segment für Intels Alder Lake wie den Core i9-12900K (Test) verwendet, im Serverbereich folgt mit Sapphire Rapids SP bald das Xeon-Pendant.

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