MicroG: F-Droid arbeitet an freiem Paket der Corona-Warn-App

Die Corona-Warn-App könnte bald leicht ohne Play Services und auf alternativen Androids genutzt werden. Die Grundlage bildet MicroG.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Corona-Warn-App könnte in Kürze auch ohne Google-Dienste genutzt werden.
Die Corona-Warn-App könnte in Kürze auch ohne Google-Dienste genutzt werden. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Die deutsche Corona-Warn-App wird zwar über Open Source auf Github entwickelt, die App ist aber bisher an die Nutzung der proprietären Play Services von Google gebunden. Darüber ist die sogenannte Exposure Notifications API umgesetzt. Dank einer freien Re-Implementierung der API in dem MicroG-Framework arbeitet das F-Droid-Team nun an einem eigenen Paket der App für seinen freien alternativen Android-Appstore.

Die Bindung der App an die API und damit die Play Services mag praktische Gründe haben, schließt jedoch auch schlicht viele alternative Android-Versionen aus. So können Google-freie Android-Smartphones mit Betriebssystemen wie LineageOS oder GrapheneOS die API zur Kontaktverfolgung und damit eben auch die Corona-Warn-App nicht benutzen.

Darüber hinaus ist etwa auch das Fairphone 3 mit der alternativen Android-Version /e/ verfügbar. Ebenso nutzen aktuelle Huawei-Modelle die Play Services von Google nicht mehr. Wird die Corona-Warn-App nun künftig per F-Droid verteilt, könnte die Anwendung auf all den genannten Geräten schnell und vergleichsweise einfach genutzt werden.

Grundlage dafür, dass das überhaupt funktioniert, ist der freie Nachbau der Exposure Notifications in dem MicroG-Framework. Das Projekt erstellt einen Drop-In-Ersatz für die Play Services von Google und unterstützt seit mehr als zwei Monaten die API für die Corona-Warn-App. Seit wenigen Tagen wird diese Funktion auch als Bibliothek angeboten. Das F-Droid-Team hat die freie Implementierung in einem eigenen Fork der App integriert und testet diese Version derzeit. Wann diese stabil in F-Droid bereitstehen wird, ist derzeit jedoch noch nicht bekannt. Sollten die Tests erfolgreich sein, könnte dies schon bald geschehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Onlinehandel
Wie man Kleinanzeigen-Betrug erkennt und sich davor schützt

Name, Logo und Design sind neu, sonst bleibt viel gleich bei (Ebay) Kleinanzeigen - leider auch die Maschen von Onlinebetrügern. Man kann sie aber erkennen.
Ein Ratgebertext von Andrea Maurer

Onlinehandel: Wie man Kleinanzeigen-Betrug erkennt und sich davor schützt
Artikel
  1. Datenverlust: Linux-Live-Systeme als Retter in der Not
    Datenverlust
    Linux-Live-Systeme als Retter in der Not

    Computer wird plötzlich zu heiß? Windows fährt nicht mehr hoch? Mit spezialisierten Linux-Live-Systemen sind die Ursachen schnell ermittelt.
    Ein Ratgebertext von Erik Bärwaldt

  2. ICE L und ICE 3 Neo: Bahn bestellt neue ICE-Züge für zwei Milliarden Euro
    ICE L und ICE 3 Neo
    Bahn bestellt neue ICE-Züge für zwei Milliarden Euro

    Mit Großaufträgen für Siemens und Talgo verkündet die Deutsche Bahn das "zweitgrößte ICE-Beschaffungspaket" ihrer Geschichte.

  3. Google: Pixel-Smartphones sollen als Dashcams funktionieren
    Google
    Pixel-Smartphones sollen als Dashcams funktionieren

    Quellcode der Sicherheits-App von Google weist auf eine Dashcam-Funktion hin. Diese scheint clever umgesetzt zu sein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • LG OLED (2022) 65" 999€ • MindStar: Palit RTX 4090 1.599€ • Bis 60 % im Gaming-Sale bei NBB • Steelseries Gaming-Zubehör bis -49% • G-Skill DDR5-8000 48GB 376,75€ • Gigabyte bei Cyber Week • Samsung Neo QLED (2022) 55/65" bis -51% • Samsung Galaxy bis -37% [Werbung]
    •  /