Microfiche: Eigentümerin der Mondbibeln steht endlich fest

Wem gehören Bibeln auf Mikrofiche, die zum Mond geflogen sind? Dieser Frage mussten mehrere US-Gerichte jahrelang nachgehen - bis eine der Konfliktparteien auf einmal einen Rückzieher machte.

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Eine Bibel im Mikrofiche-Format
Eine Bibel im Mikrofiche-Format (Bild: Sothebys)

Nach jahrelangem Rechtsstreit vor Gerichten in den US-Bundesstaaten Oklahoma und Texas steht fest: Die Autorin Carol Mersch ist Eigentümerin von zehn Bibeln auf Microfiche, wie Associated Press berichtet. Acht der Bibeln waren im Jahr 1971 mit der Apollo-14-Mission auf dem Mond gelandet. Dass sie überhaupt zum Mond geflogen sind, geht auf eine Initiative der Nasa Prayer League zurück, die von dem Nasa-Mitarbeiter John M. Stout und seiner Frau nach dem Feuer bei der Apollo-1-Mission gegründet wurde, um für erfolgreiche Missionen zu beten.

Insgesamt wurden 100 Bibeln ins All geschickt, viele Exemplare wurden nach der Rückkehr zur Erde verschenkt. Einige Versionen blieben indes bei John M. Stout. Es handelt sich um etwa briefmarkengroße Dokumente, auf denen alle 1.245 Seiten der King-James-Bibel gespeichert sind. Diese ist eine weit verbreitete englische Übersetzung der Bibel aus dem Jahr 1611, die für die Anglikanische Kirche im Auftrag von König Jakob I von Schottland, England und Irland erstellt wurde.

Stout stand unter Vormundschaft des Staates Texas

Carol Mersch erhielt die Bibeln nach eigenen Angaben im Jahr 2009 von Stout, während sie an einem Buch über die Apollo-Missionen und die Mitnahme der Bibeln arbeitete. Wenig später wurden Stout und seine Frau allerdings unter Vormundschaft des Staates Texas gestellt, weil sich ihre "mentale und physische Gesundheit" deutlich verschlechtert haben soll. Stouts Frau Helen starb im Jahr 2014, Stout selbst 2016. Als Beleg für ihren Anspruch auf die Bibeln hatte Mersch stets ein von Stout und dem Nasa-Astronauten Edgar Mitchell unterschriebenes Zertifikat präsentiert. Vor ihrer Tätigkeit als Autorin war Mersch Eigentümerin mehrerer IT-Unternehmen, die sie verkaufte, um sich ihrer Passion zu widmen.

Aufgrund der Umstände zweifelte der Bundesstaat Texas später an, dass Mersch die Bibeln rechtmäßig besitze, seitdem wurden diese von einem Gericht in Oklahoma verwahrt. Der Rechtsstreit zog sich seit sechs Jahren hin, Mersch hat nach eigenen Angaben mehr als eine halbe Million US-Dollar investiert. Nach all den Jahren der Streitigkeiten zogen die texanischen Behörden ihren Anspruch auf Eigentümerschaft der Bibeln plötzlich zurück, die zuständige Richterin beschloss daraufhin, die Bibeln an Mersch zu geben.

Mersch will die Geschichte der Bibeln bewahren: "Dass Amerika die Bibeln zum Mond mitgenommen hat, war ein unglaubliches Abenteuer", sagte sie. "Es ist eine wenig bekannte Geschichte, die erzählt werden muss - und die Bibeln in Museen unterzubringen, wird ihr Erbe bewahren." Ob Mersch besorgt war, dass der Staat Texas die Bibeln nicht in einem Museum ausstellen, sondern diese, wie bereits mit vielen anderen Exemplaren geschehen, womöglich versteigern will, ist nicht bekannt.

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plutoniumsulfat 08. Mai 2017

kwt

Der Held vom... 08. Mai 2017

Das schafft auch die Wissenschaft (noch) nicht. Und wenn sie es irgendwann schafft, wer...

Dwalinn 08. Mai 2017

Und Mondgestein ist auch nur etwas Dreck im wert von 1-2 Cent das Kilo

Der Held vom... 08. Mai 2017

Oder einfach die Ausführung von JavaScript initial bzw. selektiv unterbinden. Oder, fast...



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