Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Microduino: Kleine Bastlerboards zum Stapeln

Über eine Kickstarter-Kampagne hat Microduino Studio eine Serie kleiner stapelbarer Arduino-Boards und -Module beworben. Und attackiert nebenbei Händler, die diese bereits verkaufen.
/ Alexander Merz
5 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Microduino Core-Module (Bild: Microduino Studio)
Microduino Core-Module Bild: Microduino Studio

Die Microduino-Serie(öffnet im neuen Fenster) von Microduino Studio(öffnet im neuen Fenster) umfasst Arduino-kompatible Entwicklerboards in den Abmaßen 25,4 mm x 27,94 mm mit jeweils 27 Pins. Die Serie unterteilt sich in Core-Module, Zusatzmodule und Erweiterungsplatinen. All diese Module sollen – bis auf die Größe – hard- und softwareseitig vollständig kompatibel zu den Original-Arduinos und Shields sein.

Core-Module beherbergen den eigentlichen Mikrocontroller, es stehen Boards mit dem Atmel Atmega328p, Atmega664p und Atmega1284p zur Verfügung. Für ihre Programmierung ist noch ein entsprechendes USB-Modul notwendig. Dieses kann aber entfernt werden, wenn das Programm auf das Core-Modul aufgespielt wurde.

Über Zusatzmodule können diverse funk- und kabelbasierte Techniken zur Kommunikation genutzt werden. Dazu kommen Sensormodule wie GPS und Beschleunigungsmesser, einfachere Sensoren fehlen hingegen. Für verschiedene Arten von Motoren stehen entsprechende Treiber bereit. Eher ungewöhnlich sind das verfügbare Minidisplay und der Audioverstärker. Auch die Stromversorgung per LiPo-Akku kann über ein Zusatz-Modul erfolgen.

Über Erweiterungsplatinen können mit den Core-Modulen auch normale Arduino-Shields benutzt werden.

Zum Strombedarf der jeweiligen Module gibt es keine Aussagen.

Vermeintlich (un)echte Microduinos

Im Rahmen seiner mittlerweile erfolgreich beendeten Kickstarter-Kampagne(öffnet im neuen Fenster) macht Microduino Studio darauf aufmerksam, dass es Händler gebe, die nachgemachte Microduinos verkauften. Tatsächlich hat Microduino Studio aber bereits vor der Kickstarter-Kampagne Boards produziert und verkauft, wovon entsprechende Einträge in seinem Anwenderforum(öffnet im neuen Fenster) zeugen. Mindestens ein Verkäufer behauptet(öffnet im neuen Fenster) , aus dieser Zeit entsprechende Boards explizit für den Weiterverkauf erworben zu haben. Und dass damit die Aussage unwahr sei, es handele sich dabei um Fälschungen oder Nachbauten.

Microduino vs. Tinyduino

Die Microduinos konkurrieren – und sind leicht zu verwechseln – mit den Tinyduinos . Sowohl in den Abmaßen als auch den Einsatzmöglichkeiten gleichen sie sich weitgehend. Bauliche Unterschiede lassen sich nur an einer Stelle ausmachen: Die Microduinos setzen auf, für Hobbybastler praktischere, 2,54-mm-Pinleisten, während die Tinyduinos einen kompakten Sockel zur Verbindung nutzen.

Beim Preis liegt der Vorteil aufseiten des Microduinos: 8 US-Dollar für ein Arduino-kompatibles Mikrocontroller-Board sind schon nahe an den Preisen chinesischer No-Name-Nachbauten. Bei den Preisen für die Zusatzmodule ist der Stand zwischen Microduino und Tinyduino eher ausgeglichen. Allerdings sind auch deutlich mehr Zusatzmodule für den Microduino verfügbar.


Relevante Themen