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Micro-LED: Auf dem Weg zum sehr hellen 4.000-ppi-Display

Während Samsung und LG Displays für VR-Anwedungen über 1.000 ppi anbieten, wächst mit der Micro-LED-Technik ein wichtiger Konkurrent zur OLED. Mehrere Tausend ppi sollen schon bald möglich sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Bis zum 2.000-2.500-Micro-LED-Display vergehen noch ein paar Monate.
Bis zum 2.000-2.500-Micro-LED-Display vergehen noch ein paar Monate. (Bild: Public Domain)

Aledia ist auf dem Weg zu einem 4.000-ppi-Display. Möglich wird das laut dem Unternehmen durch 3D-Micro-LED-Technik, basierend auf Nanodrähten und einem damit verbundenen Abstand von weniger als einem µm zwischen den Pixeln. Produziert werden kann dieses mit Lithographie und einem CMOS-Kompatiblen Prozess auf 200- bis 300-mm-Wafern. Derzeit seien Chips mit 2 x 2 cm auf 200 mm mit gutem Yield möglich, wie Aledia angibt, ohne auf Details einzugehen.

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Die Kosten sind allerdings hoch. 1,5 US-Dollar je Quadratzentimeter sind es laut Aledia derzeit bei Werten von 860 ppi, die es wohl werden. Bis zum 2.000-2.500-Micro-LED-Display vergehen aber noch ein paar Monate. Im dritten Quartal 2018 erwartet Aledia die ersten funktionierenden Prototypen. Diese müssen dann erst noch zur Marktreife gebracht werden. 4.000 ppi sind hingegen das Ende des derzeit absehbaren Potenzials, bei höherer Energieeffizienz als OLED. Zudem soll der BT.2020-Farbraum fast komplett abgedeckt werden können.

Gleichzeitig soll, verglichen mit der OLED-Technik, die Helligkeit um den Faktor 30 bis 100 steigen. Das würde wohl bedeuten, dass die Sonne kein ernstzunehmender Störfaktor mehr sein dürfte. Allerdings fehlen noch Anwendungsszenarien, in denen derartige Helligkeiten und eine so hohe Auflösung gebraucht werden. In VR-Brillen dürfte das irrelevant sein. Bei AR-Systemen hingegen wäre das von Vorteil. Hier braucht es laut einigen Fachvorträgen um die 10.000 Candela je Quadratmeter, um die Systeme problemlos im Außeneinsatz zu verwenden.

Pico-Projektoren sollen ebenfalls von Micro-LEDs profitieren, das erwähnte das ebenfalls präsentierende Unternehmen Lumiode, welches sogar im Bereich von 100.000 bis 10.000.000 Candela pro Quadratmeter arbeiten will. Laut Lumiode ist das mit vorhandenen, etablierten Techniken unmöglich.

Derweil gibt es auch Fortschritte mit herkömmlicher Technik. Samsung zeigte etwa ein 1.200-ppi-Display für VR-Brillen. Dort gelang es uns noch, mit viel Konzentration, Pixel auszumachen. Bei LG Displays sind es 1.448, der Prototyp war allerdings nur für ein Auge gedacht und wir hatten Schwierigkeiten beim Fokussieren. Pixel konnten wir, wenn unserem Auge eine Fokussierung gelang, aber nicht mehr ausmachen.



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Hotohori 28. Mai 2018 / Themenstart

Sag das noch mal im Hochsommer draußen bei strahlendem Sonnenschein, wenn du auf den...

Hotohori 28. Mai 2018 / Themenstart

Klingt zwar logisch, dennoch empfinde ich das Weiß in der Oculus Rift als grau und nicht...

wonoscho 26. Mai 2018 / Themenstart

Es geht um die Helligkeit pro Fläche. Z.B.: 100 LEDs pro Quadratzentimeter sind weniger...

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