Michelin: Nachrüstbare Segel machen Frachtschiffe nachhaltiger

Das Projekt Wing Sail Mobility senkt den Kraftstoffverbrauch von Frachtschiffen um bis zu 20 Prozent.

Artikel veröffentlicht am , Mike Wobker
Mit aufblasbaren Segeln zu kraftstoffsparenderen Schiffen
Mit aufblasbaren Segeln zu kraftstoffsparenderen Schiffen (Bild: Michelin)

In einer Pressemitteilung vom 1. Juni 2021 berichtet der Reifenhersteller Michelin vom Wing-Sail-Mobility-Projekt, Wisamo. Dessen Zielsetzung ist es, dass Schiffe mit einem oder mehreren Segeln nachgerüstet werden. Diese sind aufblasbar und werden von einem Mast gehalten, der sich wie ein Teleskop ein- und ausfahren lässt.

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Per Knopfdruck wird der Teleskopmast vollautomatisch ausgefahren und das Segel mit der Form eines Flugzeugflügels aufgeblasen. Der Mast hat dabei nicht nur den Vorteil, dass das Segel bei Nichtgebrauch platzsparend untergebracht werden kann, sondern erleichtert auch die Unterquerung von beispielsweise Brücken sowie das Einfahren in Häfen.

Auf diese Weise sollen bei guten Windverhältnissen bis zu 20 Prozent des normalerweise benötigten Kraftstoffs eingespart werden. Das Projekt wurde ausdrücklich nicht entwickelt, um herkömmliche Motoren zu ersetzen, sondern soll diese um eine saubere und frei verfügbare Energiequelle erweitern.

Auch die optimale Positionierung des Segels im Wind wird automatisch vorgenommen, wodurch kein zusätzliches Personal für den Betrieb des Aufbaus notwendig ist. Laut Michelin überstehen die Segel außerdem auch stürmisches Wetter, da der aufblasbare Körper die dabei auftretenden Kräfte absorbieren kann.

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Je nach Größe des Schiffs lassen sich ein einzelnes Segel oder mehrere davon einsetzen. Die Konstruktion wurde mit einem Plug-and-Play-Prinzip vorgenommen, welches sich ideal zum Nachrüsten bestehender Schiffe eignet. Das Segel kann aber auch bei Neubauten eingeplant werden. Als vorrangiger Einsatzweck sind Frachtschiffe und Tanker vorgesehen, aber auch auf Sportbooten oder Jachten lässt sich das Segel einsetzen.

Ein erster Protoyp mit einer Fläche von 100 m² wurde bereits gebaut und wird 2022 auf einem Handelsschiff getestet. Wird diese Testphase erfolgreich abgeschlossen, soll die kommerzielle Produktion des Segels beginnen.

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Ach 11. Jun 2021

Naja, Eisenbahnschranken haben eine leicht andere Funktion als Segelmasten. Deren...

Oktavian 10. Jun 2021

Ich geh mal davon aus, dass das etwas größer wird. Ne Bavaria 42, also ne kleine Hobby...



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