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Bidirektionales Handover: 1&1 spart beim Roaming

Zugleich gelang es 1&1, beim National Roaming mit Vodafone Einsparungen zu erzielen: "Wir haben immer den Fall gehabt beim National Roaming, dass wir von unseren Antennen ein Handover machen zum National-Romaing-Partnernetz, aber erst wieder zurückbekommen, wenn der Kunden den Call oder die Daten-Season beendet", erklärte Martin. Der Kunde verblieb im Partnernetz, selbst wenn er längst wieder direkt neben einer 1&1-Antenne stand. 1&1 musste Roaming-Gebühren an den Partner bezahlen.

Martin betonte: "Seit diesem Jahr haben wir zusammen mit Vodafone das bidirektionale Handover ausgerollt. Wir bekommen die Verkehre auch wieder zurück. Das funktioniert mittlerweile bundesweit ganz gut." Dies sei über Verträge mit Vodafone durchgesetzt worden, mit Telefónica habe man keine entsprechende Vereinbarung gehabt, sagte Martin. Bei Vodafone funktioniere durch Huawei das Handover "ein bisschen besser" als bei Ericsson.

Weiter stellte Robert Kozul, Leitung digitale Entwicklung 1&1 Telecommunication, das 1&1-Konzept des "einfachsten Provider-Wechsels Deutschlands" vor, bei der die eSIM in drei Minuten bereitstehen würde. Kozul räumte auf Nachfrage jedoch ein, dass dies bei einer Rufnummernmitnahme des Kunden nicht funktioniert.

Fazit

Die Bilanz von Martin liest sich wie eine späte Entzauberung des Open-RAN-Versprechens. Was einst als revolutionärer technologischer Befreiungsschlag gegen die Marktdominanz etablierter Netzausrüster angetreten war, erweist sich in der Praxis als ein teures, nerviges und energieintensives Baukastensystem ohne echte Innovation.

Einer der unmittelbar greifbaren Fortschritte für 1&1, der nicht aus der Open-RAN-Architektur selbst erwächst, sondern aus einem Vertragsabschluss für ein bidirektionales Handover mit dem Roaming-Partner Vodafone, ist die Pointe. Für 1&1 bleibt das vierte deutsche Mobilfunknetz weiter eine Baustelle. Doch Kahmann betont, man sehe sich in der Entscheidung für die O-RAN-Technologie bestätigt. "Denn das Netz liegt vor den Ausbauauflagen, erzielt laufend noch bessere Performance, die auch unabhängige Tests bestätigen, und nicht zuletzt steigt die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden kontinuierlich."


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