Abo
  • Services:

Michael Burat: Bewährungsstrafe für Abmahnung wegen Grußkarten

Der schon wegen Abofallen in Erscheinung getretene Onlineunternehmer Michael Burat ist vom Landgericht Osnabrück zu 18 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Er soll Versender von Grußkarten mit Abmahnungen betrogen haben.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Osnabrücker Landgericht
Das Osnabrücker Landgericht (Bild: LG Osnabrück)

Zusammen mit dem Anwalt Bernhard S. hat Michael Burat nach Überzeugung des Landgerichts Osnabrück in den Jahren 2004 und 2005 massenweise Abmahnungen verschickt. Die beiden nun zusammen mit zwei weiteren Männern Verurteilten sollen sich von Anfang an darauf geeinigt haben, aus dem Rechtsmittel der Abmahnung ein Geschäft zu machen.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Rosenheim

Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, soll Burat um 2004 herum eine Grußkarte der CDU erhalten haben. Gegen diese unerwünschte Werbung klagte er und bekam recht. Daraufhin soll er zusammen mit Bernhard S. das Geschäftsmodell entwickelt haben, das die Staatsanwaltschaft als banden- und gewerbsmäßigen Betrug sowie Erpressung bezeichnete.

Die vier Männer meldeten sich gegenseitig und zum Teil selbst mit eigens angelegten E-Mail-Adressen bei Newslettern an und verschickten Grußkarten. Anschließend mahnte S. die Betreiber der Onlinedienste ab.

Ein Jahr Prozessdauer

Das Gericht hielt das unter anderem wegen sichergestellter Chatprotokolle für erwiesen und verhängte ein im Vergleich mit den Forderungen der Staatsanwaltschaft mildes Urteil. Michael Burat erhielt nicht die beantragten drei Jahre Freiheitsstrafe, sondern 18 Monate. Sie werden auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Auch 120.000 Euro sind vom Angeklagten an gemeinnützige Einrichtungen zu zahlen. Bernhard S. muss auf gleichem Weg 12.000 Euro bezahlen und sich 15 Monate bewähren.

Wegen des Betreibens von Abofallen, gegen die Tausende von Anzeigen eingingen, soll sich Michael Burat auch bald in Frankfurt am Main vor Gericht verantworten. In einem Beitrag der Sendung SWR Marktcheck führt die zuständige Staatsanwältin Doris Möller-Scheu mehrere hundert Aktenordner vor, welche die Ermittlungsakten inzwischen füllen.

Auch das Osnabrücker Verfahren zog sich rund ein Jahr hin, bis das Urteil gesprochen werden konnte. Es ist aber noch nicht rechtskräftig, die Angeklagten können den Weg zum Bundesgerichtshof beschreiten. Eine Entscheidung ist aber erst nach dem Vorliegen der schriftlichen Urteilsbegründung zu erwarten, bisher hat das Gericht seinen Spruch nur mündlich vorgetragen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 164,90€

_moep_ 19. Feb 2012

das war ne Aussage von ihm die im heise Artikel zu diesem Fall erwähnt wurde [1] [1...

Salzbretzel 18. Feb 2012

Der wiederum nicht in Deutschland steht. Insofern ist das lokale Chatprotokoll die...

samy 18. Feb 2012

Was wünschst du für ihn nicht? Er wie der Gravenreuth waren Arschlöcher die ruhig ein...


Folgen Sie uns
       


Xbox E3 2018 Pressekonferenz - Golem.de Live

Große Gefühle beim E3-2018-Livestream von Microsoft: Erlebt mit uns die Ankündigungen von Halo Infinite, Gears 5, Sekiro, Cyberpunk 2077 und vielem mehr.

Xbox E3 2018 Pressekonferenz - Golem.de Live Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

    •  /