Abo
  • Services:

Micah Lee: Greenwalds digitaler Leibwächter

Nachdem Glenn Greenwald sein Medienprojekt The Intercept gründete, heuerte er den Sicherheitsexperten Micah Lee an. Der installierte sofort Linux auf Greenwalds Arbeitsrechner.

Artikel veröffentlicht am ,
Micah Lee kümmert sich um die Sicherheitsbelange der Journalisten von The Intercept.
Micah Lee kümmert sich um die Sicherheitsbelange der Journalisten von The Intercept. (Bild: Micah Lee)

Nach eigenem Bekunden hatte Glenn Greenwald kaum Ahnung von Verschlüsselung, als er mit Edward Snowden in Kontakt treten sollte. Kurz nach der Gründung des Medienprojekts The Intercept wurde der Sicherheitsexperte Micah Lee damit beauftragt, Greenwalds Arbeitsrechner sicher zu machen. Lee erzählt, er habe zunächst Windows 8 von Greenwalds Computer entfernt und stattdessen Linux installiert.

Stellenmarkt
  1. Grand City Property, Berlin
  2. Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG, Neckarsulm

Der 28-jährige Lee hatte für die Electronic Frontier Foundation als Sicherheitsexperte gearbeitet, bis er von dem von Ebay-Gründer Pierre Omydiar und Glenn Greenwald ins Leben gerufenen Medienprojekt First Look als Berater angeheuert wurde. Lee sei von Anfang an als Mitglied des Teams geplant gewesen, sagte Laura Poitras dem Onlinemagazin Mashable. Seitdem arbeitet Lee in der Gruppe um Greenwald, die die Webseite The Intercept macht, auf dem unter anderem weitere Enthüllungen aus den Snowden-Dokumenten publiziert werden.

Schneller Besuch in Brasilien

Er habe sofort nach Brasilien reisen wollen, um nach Greenwalds Rechner zu sehen, sagte Lee. Das brasilianische Konsulat in San Francisco habe ihn aber vertröstet, es würde mindestens zwei Monate dauern, bis er einen Termin für einen Antrag für das Visum nach Brasilien erhalten würde. Also habe er ein Skript geschrieben, das den öffentlichen Kalender des Konsulats abfragt. Sobald dort ein freigewordener Termin auftauchte, habe Lee eine Mitteilung per SMS erhalten. Innerhalb weniger Tage konnte er Greenwald zu Hause aufsuchen.

Der Rechner, auf dem Greenwald seine Kopien der Snowden-Dokumente gespeichert hat, sei nicht am Netz gewesen, berichtet Lee. Aber er habe auch Greenwalds Arbeitsrechner absichern wollen. Deshalb habe er das vorinstallierte Windows 8 entfernt und zunächst Linux installiert. Später richtete Lee noch die Firewall und die E-Mail-Verschlüsselung ein. Dazu kam noch ein Chatprogramm samt OTR. Lee nennt sich selbst einen digitalen Leibwächter.

Sicherheitsplattform Securedrop

Außerdem installierte Lee einen Zugang zur Kommunikationsplattform Securedrop, die von allen Mitarbeitern von The Intercept genutzt wird. Die ursprünglich von Kevin Poulson und Aaron Swartz, der inzwischen gestorben ist, entwickelte Plattform soll auch Whistleblowern eine sichere Kommunikation mit den Journalisten ermöglichen.

Schließlich habe Lee auch einen Blick in die Snowden-Dokumente werfen können. Er sei eigentlich nicht überrascht gewesen, sagte Lee. Es sei nur aufregend gewesen, endlich Beweise für seine Vermutungen zu sehen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-75%) 7,49€
  2. 30,99€
  3. 46,99€

0xDEADC0DE 03. Jun 2014

Gute Idee, darin kann er erklären, wieso er mit seinem Arbeitsrechner kontakt zu Ex...

Strongground 03. Jun 2014

Und ich dachte, es geht um das platte "Webseiten machen". Klingt nicht besonders...

fesfrank 02. Jun 2014

der war mal richtig gut ...


Folgen Sie uns
       


Amazons Echo Dot (2018) - Test

Echo Dot steht eigentlich für muffigen Klang. Das ändert sich grundlegend mit dem neuen Echo Dot. Amazons neuer Alexa-Lautsprecher ist damit durchaus zum Musikhören geeignet. Für einen 60 Euro teuren Lautsprecher bietet der neue Echo Dot eine gute Klangqualität.

Amazons Echo Dot (2018) - Test Video aufrufen
Aufbruch zum Mond: Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten
Aufbruch zum Mond
Die schönste Fake-Mondlandung aller Zeiten

Hollywood-Romantiker Damien Chazelle (La La Land) möchte sich mit Aufbruch zum Mond der Person Neil Armstrong annähern, fördert dabei aber kaum Spannendes zutage. Atemberaubend sind wie im wahren Leben dagegen Armstrongs erste Schritte auf dem Mond, für die alleine sich ein Kinobesuch sehr lohnt - der Film startet am Donnerstag.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Solo - A Star Wars Story Gar nicht so solo, dieser Han
  2. The Cleaners Wie soziale Netzwerke ihre Verantwortung outsourcen
  3. Filmkritik Ready Player One Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

Flexibles Smartphone: Samsung verspielt die Smartphone-Führung
Flexibles Smartphone
Samsung verspielt die Smartphone-Führung

Jahrelang dominierte Samsung den Smartphone-Markt mit Innovationen, in den vergangenen Monaten verliert der südkoreanische Hersteller aber das Momentum. Krönung dieser Entwicklung ist das neue flexible Nicht-Smartphone - die Konkurrenz aus China dürfte feiern.
Eine Analyse von Tobias Költzsch

  1. Flexibles Display Samsungs faltbares Smartphone soll im März 2019 erscheinen
  2. Samsung Linux-on-Dex startet in privater Beta
  3. Infinity Flex Samsung zeigt statt Smartphone nur faltbares Display

15 Jahre Extreme Edition: Als Intel noch AMD zuvorkommen musste
15 Jahre Extreme Edition
Als Intel noch AMD zuvorkommen musste

Seit 2003 verkauft Intel seine CPU-Topmodelle für Spieler und Enthusiasten als Extreme Edition. Wir blicken zurück auf 15 Jahre voller zweckentfremdeter Xeon-Chips, Mainboards mit Totenschädeln und extremer Prozessoren, die mit Phasenkühlung demonstriert wurden.
Von Marc Sauter

  1. Quartalszahlen Intel legt 19-Milliarden-USD-Rekord vor
  2. Ryan Shrout US-Journalist wird Chief Performance Strategist bei Intel
  3. Iris GPU Intel baut neuen und schnelleren Grafiktreiber unter Linux

    •  /