MH-2: Der Telepräsenzroboter sitzt auf der Schulter

Ein Roboter auf der Schulter ersetzt die Freunde: Sind sie abwesend, nimmt der Nutzer den Telepräsenzroboter MH-2 mit. Der Daheimgebliebene ist so virtuell anwesend.

Artikel veröffentlicht am ,
Platzhalter: Atmen für mehr Realismus
Platzhalter: Atmen für mehr Realismus (Bild: Universität Yamagata/Screenshot: Golem.de)

Immer allein, weil die Freunde überall sind, nur nicht dort, wo man sich selbst gerade aufhält? Yuichi Tsumaki, Fumiaki Ono und Taisuke Tsukuda vom Telerobotik-Labor der Universität in Yamagata in Japan haben für diesen Fall MH-2 entwickelt, den tragbaren Telepräsenzroboter.

Stellenmarkt
  1. IT System Administrator (m/w/d) SAP Basis und Identity Management
    Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen (Home-Office)
  2. SAP Logistik-Berater (m/w/x) mit Fokus auf SD - SAP Logistic
    über duerenhoff GmbH, Darmstadt
Detailsuche

Das Konzept ist etwas ungewöhnlich: Ein Nutzer setzt sich den Roboter auf die Schulter und kann so eine andere Person mit auf eine Reise, auf eine Party oder zu einer anderen Veranstaltung nehmen - so als ob diese auf der Schulter des Nutzers sitze, erklären die Entwickler.

Bewegt über Seilzüge

MH-2 - die Abkürzung steht für Miniature Humanoid - ist ein humanoider Torso aus Metall. Er hat einen Kopf, an dem zwei kleine Kameras befestigt sind, und zwei Arme mit Händen, die aber nicht greifen können. Der Roboter kann Arme, Kopf und Hände bewegen. Angetrieben werden die Gliedmaßen des MH-2 über Seilzüge - ein wenig wie bei einer Marionette.

Der Roboter selbst ist nur wenige Zentimeter groß. Das Antriebssystem ist jedoch etwas unhandlich: Der MH-2 sitzt auf einer Metallschiene, die an einem Rucksack befestigt ist. Am Ende der Schiene sind Motoren, die die Züge und so die Gliedmaßen bewegen. 22 Aktoren braucht das System, um dem MH-2 seine 20 Freiheitsgrade zu ermöglichen. Eine Hand allein hat drei Freiheitsgrade, jeder Arm insgesamt sieben. Dazu kommen drei Freiheitsgrade für den Kopf und zwei für den Körper. Der 20. Freiheitsgrad des Roboters ist Atmen - das soll den realistischen Eindruck verstärken.

Gesten werden übertragen

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Das Konzept sieht vor, dass sich der Daheimgebliebene vor den Computer setzt oder eine Datenbrille trägt und den Träger des MH-2 so virtuell begleitet. Über die Kameras am Kopf des Roboters kann er das Geschehen verfolgen. Mikrofon und Lautsprecher ermöglichen die Kommunikation. Er setze ein System wie die Kinect ein, das seine Gesten erkenne, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin IEEE Spectrum. Die Steuerelektronik des Systems überträgt seine Gesten dann auf den Roboter.

Durch den komplexen Antrieb mit den 22 Aktoren ist das System in der aktuellen Version reichlich unhandlich. Tsumaki und seine Kollegen suchen deshalb nach Möglichkeiten, es zu vereinfachen. Vorgestellt haben sie den MH-2 kürzlich auf der International Conference on Robotics and Automation (ICRA).

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Digital_Ronin 31. Mai 2012

Das ist exakt, was mir auch duch den Kopf ging. =D Momentan macht er auf Telepräsenz, das...

Digital_Ronin 30. Mai 2012

Meiner Meinung nach für Telepräsenz eher ungeeignet. Aber... der Erfinder hat den...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cyrcle Phone 2.0
Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten

Dass Mobiltelefone in den letzten 20 Jahren meist nicht rund gewesen sind, scheint einen guten Grund zu haben, wie das Cyrcle Phone 2.0 zeigt.

Cyrcle Phone 2.0: Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten
Artikel
  1. A New Beginning: Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt
    A New Beginning
    Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt

    Rund 22 Jahre nach dem Start des ersten Teils gibt es die Ankündigung von Outcast 2 für Xbox Series X/S, Playstation 5 und Windows-PC.

  2. Bundesinnenministerium: Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert
    Bundesinnenministerium
    Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert

    Meldebescheinigungen oder Baugenehmigungen warten weiter auf die Digitalisierung.

  3. Smartphones: Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen
    Smartphones
    Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen

    Das Handelsembargo der USA gegen Huawei zeigt Wirkung, wenn auch anders als geplant.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 13: jetzt alle Modelle vorbestellbar • Sony Pulse 3D PS5-Headset Midnight Black vorbestellbar 89,99€ • Breaking Deals mit Club-Rabatten (u. a. Samsung 65" QLED 1.189,15€) • WD Black SN750 1TB 96,99€ • Amazon Exklusives in 4K-UHD • GP Anniversary Sale: History & War [Werbung]
    •  /