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MG09: Toshiba bringt erste 18-TByte-Festplatte mit MAMR

Die HDD arbeitet mit Microwave Assisted Magnetic Recording (MAMR), was derzeit einzig Toshiba und Western Digital verwenden.
/ Marc Sauter
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MG09-Festplatte mit MAMR-Technik (Bild: Toshiba)
MG09-Festplatte mit MAMR-Technik Bild: Toshiba

Toshiba hat die MG09(öffnet im neuen Fenster) -Reihe vorgestellt, diese umfasst mehrere 3,5-Zoll-Festplatten mit einer Kapazität von 18 TByte. Die bisherige MG08 -Serie weist maximal 16 TByte auf, vor allem aber wird hier noch klassisches Perpendicular Magnetic Recording (PMR) verwendet.

Bei den MG09-Modellen hingegen wird Flux Control Microwave Assisted Magnetic Recording (FC-MAMR) eingesetzt, was die Speicherdichte erhöht: Toshiba behält das heliumgefüllte Gehäuse mit neun Plattern zwar bei, jede der Scheiben aber sichert 2 TByte statt rund 1,78 TByte wie noch bei den MG08-Ablegern.

Bei FC-MAMR erzeugen die Schreibköpfe mit Hilfe eines ST-Oszillators ein elektromagnetisches Mikrowellenfeld, durch diese Energie sinkt die aufzubringende Magnetfeldstärke, welche für die Magnetisierung erforderlich ist.

Speicherdichte steigt durch FC-MAMR

So können die Schreibköpfe kleiner ausfallen und feinere Spuren mit Daten befüllen, was die Speicherdichte (Terabit pro Quadratzoll) der einzelnen Plattern steigert und schlussendlich Festplatten mit höherer Kapazität möglich macht.

Toshiba verkauft die MG09-Modelle mit Sata-6-GBit/s- und mit SAS-12-GBit/s-Anbindung, wobei die tatsächlichen Transferraten weit darunter liegen. Die neun Platter rotieren mit 7.200 Umdrehungen pro Minute, zudem gibt es 512 MByte an DRAM-Cache (siehe PDF(öffnet im neuen Fenster) ). Laut Hersteller liegt die typische dauerhafte Geschwindigkeit bei 268 MByte/s.

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Die MG09-Reihe soll ab März 2021 an Partner ausgeliefert werden.

Auch Western Digital setzt auf MAMR, ebenfalls eine Untergruppe davon - das sogenannte Energy Assisted Magnetic Recording (EAMR). Seagate hingegen will künftig mit HAMR (Heat Assisted Magnetic Recording) arbeiten, dieses Verfahren benötigt allerdings teurere Glasplattern, da das zu beschreibende Medium per Laser erhitzt wird.


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