Das Erbe der Sportwagen
MG ist seit 2021 in Deutschland auf dem Markt. Einige mögen sich noch an die britische Sportwagenmarke erinnern. In den 1920er Jahren war Morris Garage (MG) ein großes Ding bei den Briten. Seit 2007 gehören die Markenrechte dem chinesischen Autohersteller SAIC.
Seit dem Marktstart wurden in Deutschland rund 92.000 Fahrzeuge verkauft. Das Unternehmen wird im Laufe des Jahres die 100.000er-Marke erreichen. Im vergangenen Jahr waren es 26.500 Fahrzeuge, davon 8.951 E-Autos.
MG baut auch Verbrenner und Hybridfahrzeuge. Weltweit verkaufte SAIC im vergangen Jahr 4,5 Millionen Autos. Zum 100. Geburtstag der Marke brachte MG mit dem Cyberster einen elektrischen Roadster auf den Markt, der an die sportlichen Wurzeln erinnert und ab 65.000 Euro kostet.
Selbstbewusste Preisgestaltung
Auch wenn MG in Deutschland längst nicht das Modellangebot oder die Bekanntheit eines Unternehmens wie BYD hat, geht der Hersteller durchaus selbstbewusst an die Preissetzung. Der MG S6 EV Luxury mit Heckantrieb kostet 48.990 Euro. Die Allradversion liegt bei 53.990 Euro.
Die Wettbewerber heißen beispielsweise VW ID.4 und Skoda Enyaq. Deren Einstiegspreise liegen bei rund 40.000 und 48.900 Euro. Die günstigere 60er-Version des Enyaq ist aktuell nicht bestellbar.
Der Neuling geht also ambitioniert in den Markt, wobei die Strafzölle sicher eine Rolle spielen. Hinzugefügt sei, dass ein Vergleich der Einstiegspreise mit den Wettbewerbern hinkt.
Beim MG S6 ist (fast) alles mit drin. Nur wer kein weißes Auto will, zahlt für eine der sechs anderen Farben 690 Euro extra. Wer statt des dunklen ein helles Interieur möchte, zahlt 450 Euro zusätzlich. Das war's, mehr Optionen gibt es nicht.
Fazit
Insgesamt hinterlässt der MG S6 einen guten (Fahr-)Eindruck. Material und Verarbeitung im Innenraum fallen hochwertig aus und fühlen sich angenehm an.
Es ist ein solides Familienauto, das genau das bietet, was Familien brauchen: Platz. Bei den Leistungsdaten oder dem Design ragt der Wagen allerdings nicht unbedingt aus der Menge heraus.
Offenlegung: Die Kosten für die Reise nach Lissabon hat MG übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.
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