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Knapp 500 km Reichweite

Beide Versionen verwenden die gleiche NCM-Batterie (Nickel, Kobalt, Mangan) mit nutzbaren 74,4 kWh. Mein Ladevorgang von 14 bis 80 Prozent dauert 36 Minuten. Der Hersteller gibt 38 Minuten für 10 bis 80 Prozent an.

Die maximale Ladegeschwindigkeit liegt bei 144 kW. In der Praxis erreiche ich 139 kW, danach fällt der Wert schnell ab. Mit voller Batterie sollen bis zu 507 km möglich sein. Meine Ladeanzeige steht bei sommerlichen 30 Grad auf maximal 482 km. Im Test liegt der Verbrauch bei 18 kWh pro 100 km, während die Broschüre 16,7 kWh angibt.

Geringe Zuladung

Der Verbrauch ist bei einem Fahrzeuggewicht von 1.960 kg nicht überraschend hoch. Doch das Gewicht überrascht. Dem 4,54 m langen Roadster traut man knapp zwei Tonnen gar nicht zu. Schuld sind Reichweite und Sicherheit. Auch wenn es ein typisches Zweitauto ist, soll es mindestens an der 500-km-Marke kratzen. Darum hat sich der chinesische Hersteller gegen eine LFP-Batterie entschieden. NCM-Batterien weisen eine höhere gravimetrische Energiedichte auf.

Wenn das Dach fehlt, muss die Karosserie für die Crashsicherheit stabiler ausfallen. Boden, Seitenschweller und Überrollbügel wurden verstärkt und bringen zusätzliches Gewicht auf die Waage.

Hier offenbart sich die größte Schwäche des Cyberster: die Zuladung. Das E-Auto darf maximal 2.110 kg wiegen. Für zwei Passagiere und ihr Gepäck bleiben 225 kg.

Gelungene Fahrwerkabstimmung

Den Ingenieuren ist eine gute Abstimmung des Fahrwerks gelungen. Die Federung fällt nicht so hart aus, dass jedes Schlagloch im Rücken spürbar ist. Die ausgeprägten Seitenwangen an Sitzfläche und Rückenlehne bieten in Kurven guten Halt. Aufblasbare Lordosenstützen sind ebenfalls verbaut.

Die Lenkung ist sportlich straff, jedoch fällt das Lenkrad zu groß und voluminös aus. Links und rechts verdeckt es die Sicht auf Teile der Bildschirme. Eine praktische Kleinigkeit ist das herausnehmbare Windschott zwischen den Überrollbügeln. Bei geschlossenem Dach stört das Netzgewebe die Sicht im Rückspiegel, so dass man es entnimmt, bevor man das Dach schließt.

Anzeigevielfalt

Ein Head-up-Display bietet MG nicht, doch Fahrer haben die Wahl zwischen vier Bildschirmen. Bei der ersten Fahrt überfordert dieses Angebot, allerdings findet sich schnell die favorisierte Auswahl.

Links vom Lenkrad (7 Zoll) wähle ich die Navigation. Hier wird auch das Telefon ausgewählt und mit Apple Carplay beziehungsweise Android Auto verbunden. Beides ist leider nur mit Kabel möglich.

Der Fahrerbildschirm (10,25 Zoll) zeigt Tempo, Gang, Verbrauch und Ladestand an. Das Display rechts vom Lenkrad (7 Zoll) nutze ich für eine detaillierte Batterieanzeige. Hier könnten aber auch Wetterdaten, Fahrzeugeinstellungen oder meine Profildaten zu sehen sein.

Tempowarner deaktivieren

Bildschirm Nummer vier befindet sich in der Mittelkonsole neben den Knöpfen für die Gangwahl. Hier werden Klimaeinstellungen sowie Fahrmodus, Innenbeleuchtung und Sitzfunktionen ausgewählt. Mit einem Wisch vom oberen Bildschirmrand nach unten erscheint die Option MG Pilot individuell. Mit einem Fingertipp werden die zuvor gewählten Einstellungen aktiviert, zu denen auch die Abschaltung des Tempowarners gehört.

Unterhalb des Bildschirms befinden sich Knöpfe zum Öffnen beider Türen und des Dachs. Die Mittelkonsole bietet noch zwei Getränkehalter und einen Schlitz, um ein Smartphone sicher abzulegen. Allerdings wird es in der Halterung nicht induktiv geladen.


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