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Meyer Werft: Bis 2031 erstes Elektro-Kreuzfahrtschiff möglich

Das batteriebetriebene Schiff für 2.000 Passagiere könnte im Mittelmeer fahren, weil auch die Ladeinfrastruktur bis dahin stehen soll.
/ Mario Petzold
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Grafische Darstellung des batteriebetriebenen Kreuzfahrtschiffs (Bild: Meyer Werft GmbH)
Grafische Darstellung des batteriebetriebenen Kreuzfahrtschiffs Bild: Meyer Werft GmbH

Wie die Meyer Werft(öffnet im neuen Fenster) aus Papenburg im Emsland, einer der weltweit größten Hersteller von Kreuzfahrtschiffen, mit einer Konzeptstudie bekanntgibt, könnte das erste vollständig batteriebetriebene Kreuzfahrtschiff bis 2031 ausgeliefert werden. Voraussetzung dafür sei allein, dass noch in diesem Jahr eine Bestellung dafür eingehen müsste.

Das Schiff wäre nach den aktuellen Plänen 275 Meter lang, hätte eine Größe von 82.000 Bruttoregistertonnen und könnte 1.856 Passagiere aufnehmen. Damit befände es sich der Größe nach im Mittelfeld. Die ganz großen Kreuzfahrtschiffe können mehr als 4.000 Passagiere aufnehmen.

Als mögliche Route wurde die Fahrt von Barcelona nach Rom genannt, annähernd 1.000 km. Wie lang die Reise dauern würde und wie viele Zwischenstopps eingelegt werden müssten, ist nicht bekannt. Die Werft gibt sich allerdings zuversichtlich, dass viele Häfen in der Region bis 2030 mit der geeigneten Ladeinfrastruktur ausgerüstet sein werden, um die Batterien wieder aufzuladen.

Enorme Masse wäre kein Problem

Denn fest steht, dass ein geradezu gigantischer Akku nötig wäre. 100 Tonnen Schiffsdiesel werden bei der beispielhaften Reise benötigt. Wobei der Verbrauch erheblich schwanken kann und stark von der Passagierzahl und der zurückgelegten Strecke abhängt.

Ein Akku, der diese Energiemenge ersetzen könnte, müsste eine Kapazität von 500.000 Kilowattstunden aufweisen. Das entspricht einem Gewicht von 2.500 bis 3.000 Tonnen. Berücksichtigt wurde hierbei, dass die Energie aus einem Akkumulator wesentlich effizienter eingesetzt werden kann als die in Schiffsdiesel enthaltene Energie.

Der große Vorteil eines Kreuzfahrtschiffs ist, dass sich diese Masse mit vergleichsweise geringem Aufwand verstauen lässt. Ein Lieferant für die Batterie ist zudem schon gefunden: Corvus Energy aus Norwegen soll den passenden Akku bauen. Das Unternehmen hatte zuletzt den Energiespeicher für eine Fähre bereitgestellt. Der Preis dafür dürfte, ausgehend von derzeitigen Kosten für die Batterie in Elektroautos bei 50 bis 100 Millionen Euro liegen.


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