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Meyer-Optik: 100 Jahre altes Objektiv mit Seifenblasen-Bokeh wiederbelebt

Meyer-Optik will mit dem Trioplan f2.9/50 eine 100 Jahre alte Objektivkonstruktion des Unternehmens, die an moderne Digitalkameras angepasst wurde, wieder auf den Markt bringen. Das typische Seifenblasen-Bokeh soll auch die neue Generation haben.

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Meyer-Optik Trioplan f2.9/50
Meyer-Optik Trioplan f2.9/50 (Bild: Kickstarter)

Meyer-Optik feiert den 100-jährigen Geburtstag der Trioplan-Objektive von 1916 mit einer Neuauflage des Modells, das allerdings an moderne Kameras angepasst wurde. Das Trioplan f2.9/50 soll wie das Original das sogenannte Seifenblasen-Bokeh aufweisen. Mit Hilfe von Kickstarter wird die Finanzierung realisiert.

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Mit Bokeh wird die ästhetische Qualität, nicht aber die Stärke der objektivabhängigen Unschärfen bezeichnet, wobei die Lichtkreise, die sich bei diesem Objektiv bilden, bei heutigen Konstruktionen nicht mehr vorkommen. Die oft damit verwechselten Blendenflecken sehen anders aus und entstehen durch Reflexionen an einer oder mehreren Linsen im Objektiv.

  • Meyer-Optik Trioplan f2.9/50 (Bild: Meyer-Optik)
  • Meyer-Optik Trioplan f2.9/50 (Bild: Meyer-Optik)
  • Meyer-Optik Trioplan f2.9/50 (Bild: Meyer-Optik)
  • Meyer-Optik Trioplan f2.9/50 (Bild: Meyer-Optik)
Meyer-Optik Trioplan f2.9/50 (Bild: Meyer-Optik)

Bei dem Trioplan handelt es sich, wie der Name schon andeutet, um ein aus drei Linsen bestehendes Objektiv, das auf der Basis des Cooke-Triplet entwickelt wurde.

Im vergangenen Jahr hatte Meyer-Optik schon sein Trioplan 100mm f/2.8 über Kickstarter erfolgreich neu aufgelegt. Das neue Objektiv mit seiner für die meisten Anwendungszwecke nützlichen Normalbrennweite von 50 mm ist schon jetzt überfinanziert. Innerhalb weniger Stunden kam die erforderliche Summe von 50.000 US-Dollar bereits zusammen. Mittlerweile sind über 180.000 US-Dollar zugesagt worden.

Im Gegensatz zu den bisherigen Trioplan-Objektiven, die bis in die 60er Jahre hinein mit Verbesserungen gebaut wurden, besitzt die Kickstarter-Version ein heuausziehbares Frontlinsen-Element. So können Makros mit einem Vergrößerungsverhältnis von 1:4 aufgenommen werden.

Ein Meyer-Optik Trioplan f2.9/50 kostet 600 US-Dollar. Das Objektiv wird mit Anschlüssen für Canon EF, Nikon F, Sony E, Fuji X, Micro Four Thirds, M42 und Leica M angeboten. Es misst 39 mm in der Länge bei einem Durchmesser von 62 mm und einem Gewicht von 200 Gramm. Die Auslieferung soll im Januar 2017 erfolgen.

Alte Objektive wieder "in"

Derzeit ist es in Mode gekommen, alte Objektivkontruktionen wieder aufleben zu lassen. Lomography will das Objektiv Daguerreotype Achromat 2.9/64 von 1839 für Digitalkameras nachbauen und sucht dafür ebenfalls erfolgreich Geld auf Kickstarter. Innerhalb weniger Stunden kamen 200.000 US-Dollar zusammen.

2013 wurde bereits auf gleiche Weise das Porträtobjektiv 85mm f/2,2 von József Petzvál aus dem Jahr 1840 wiederbelebt und in einer leicht modernisierten Fassung über Kickstarter erfolgreich finanziert. Damals kamen insgesamt knapp 1,4 Millionen US-Dollar über die Crowdfunding-Kampagne zusammen.



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Der Spatz 17. Apr 2016

Zu Anfang der Digitalisierung waren viele ältere Objektive plötzlich nicht mehr scharf...

quadronom 15. Apr 2016

Was ist denn in den letzten Tagen hier los? Ist der "Linsen-Frühling" ausgebrochen und...

S-Talker 15. Apr 2016

Man muss gar nicht so weit abschweifen. Es gibt schon einige Spezial -Objektive, die...


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