Mexiko: Yahoo soll 2,7 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen

Yahoo muss an zwei mexikanische Unternehmen 2,7 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen. Diese hatten wegen Bruchs einer Geschäftspartnerschaft vor rund zwölf Jahren geklagt.

Artikel veröffentlicht am ,
Marissa Mayer im September  2011
Marissa Mayer im September 2011 (Bild: Araya Diaz/Getty Images for Techcrunch)

Yahoo ist in Mexiko zu einem Schadensersatz in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar verurteilt worden. Das gab das Internetunternehmen bekannt und reichte eine entsprechende Mitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) ein.

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Geklagt hatten frühere Geschäftspartner, die in Mexiko Branchenbuchdienstleitungen anbieten. Yahoo erklärte, das "noch nicht endgültige" Urteil und die Forderungen seien "unbegründet" und es würden "mit Nachdruck alle möglichen Rechtsmittel eingelegt".

Die beiden Kläger, Worldwide Directories und Ideas Interactivas, hatten Anfang der 2000er Jahre in Mexiko Yahoo Páginas Útiles produziert, ein gedrucktes und digitales Telefon- und Branchenbuch. Sie werfen Yahoo Vertragsbruch und Verstoß gegen gemachte Zusagen vor, wodurch ihnen hohe Gewinne durch einen Anzeigenservice für Gelbe Seiten entgangen seien.

Das Urteil hat ein Gericht in Mexiko City gesprochen. Yahoo hat auf Nachfragen zu der Klage nicht geantwortet. Die beiden mexikanischen Unternehmen waren am Wochenende nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Strafe wäre nicht das Ende von Yahoo

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Die Milliardenstrafe würde Yahoo nicht ruinieren, aber empfindlich treffen. Yahoo hat einen Börsenwert von 22,2 Milliarden US-Dollar und verfügte laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg Ende September 2012 über kurzfristig verfügbare Investitionen in Höhe von 8,41 Milliarden US-Dollar.

Marissa Mayer, die zu den ersten Google-Mitarbeitern gehörte, wechselte im August 2012 zu Yahoo, um dem Unternehmen mit neuen und verbesserten Produkten und Übernahmen wieder zu Wachstum zu verhelfen. Sie erhält über die nächsten fünf Jahre Zahlungen und Prämien in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar.

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