Mexiko: Yahoo soll 2,7 Milliarden US-Dollar Strafe zahlen

Yahoo ist in Mexiko zu einem Schadensersatz in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar verurteilt worden. Das gab das Internetunternehmen bekannt(öffnet im neuen Fenster) und reichte eine entsprechende Mitteilung bei der US-Börsenaufsicht SEC (Securities and Exchange Commission) ein.
Geklagt hatten frühere Geschäftspartner, die in Mexiko Branchenbuchdienstleitungen anbieten. Yahoo erklärte, das "noch nicht endgültige" Urteil und die Forderungen seien "unbegründet" und es würden "mit Nachdruck alle möglichen Rechtsmittel eingelegt" .
Die beiden Kläger, Worldwide Directories und Ideas Interactivas, hatten Anfang der 2000er Jahre in Mexiko Yahoo Páginas Útiles produziert, ein gedrucktes und digitales Telefon- und Branchenbuch. Sie werfen Yahoo Vertragsbruch und Verstoß gegen gemachte Zusagen vor, wodurch ihnen hohe Gewinne durch einen Anzeigenservice für Gelbe Seiten entgangen seien.
Das Urteil hat ein Gericht in Mexiko City gesprochen. Yahoo hat auf Nachfragen zu der Klage nicht geantwortet. Die beiden mexikanischen Unternehmen waren am Wochenende nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Strafe wäre nicht das Ende von Yahoo
Die Milliardenstrafe würde Yahoo nicht ruinieren, aber empfindlich treffen. Yahoo hat einen Börsenwert von 22,2 Milliarden US-Dollar und verfügte laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) Ende September 2012 über kurzfristig verfügbare Investitionen in Höhe von 8,41 Milliarden US-Dollar.
Marissa Mayer, die zu den ersten Google-Mitarbeitern gehörte, wechselte im August 2012 zu Yahoo, um dem Unternehmen mit neuen und verbesserten Produkten und Übernahmen wieder zu Wachstum zu verhelfen. Sie erhält über die nächsten fünf Jahre Zahlungen und Prämien in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar.



