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Metropolregion Hamburg: 6.000 Kilometer Glasfaserleitung werden verlegt

Minister Scheuer hat am Donnerstag das "bislang größte Projekt im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitbandausbau" gestartet. Es geht um Timmendorf auf der Insel Poel und rund 6.000 Kilometer Glasfaserleitungen.
/ Achim Sawall
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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (Bild: Bundesverkehrsministerium)
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer Bild: Bundesverkehrsministerium

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat das Breitbandförderprojekt Timmendorf auf der Insel Poel eröffnet. Wie das Ministerium am 25. April 2019 mitteilte(öffnet im neuen Fenster), umfasst das gesamte Vorhaben rund 6.000 Kilometer Glasfaserleitungen und ein Investitionsvolumen von insgesamt 180 Millionen Euro. Der Bundeszuschuss für alle Teilprojekte beträgt 113 Millionen Euro.

Scheuer sprach beim symbolischen Spatenstich vom bislang größten Projekt im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitbandausbau.

"In Zukunft profitieren mehr als 36.000 Haushalte, 4.800 Unternehmen und 62 Schulen in Nordwestmecklenburg von einer modernen Glasfaser-Infrastruktur", erklärte Scheuer.

Der Ostsee-Landkreis Nordwestmecklenburg liegt an der Grenze zu Schleswig-Holstein. Er ist mit rund 150.000 Einwohnern dünn besiedelt, gehört aber mit circa 2.100 Quadratkilometern zu den flächenmäßig größten Kreisen in Deutschland. Der Landkreis ist Teil der Metropolregion Hamburg.

Der Bund hat den Angaben zufolge bislang für den laufenden Breitbandausbau in Deutschland Fördermittel in Höhe von über vier Milliarden Euro bewilligt.

Wenig Mittel abgerufen, doch das kommt noch

Die Mittel für die Breitbandförderung werden laut einer Anfrage der Grünen an das Bundesverkehrsministerium langsam abgerufen. Von dem im Jahr 2015 gestarteten Förderprogramm mit einem Volumen von 3,5 Milliarden Euro wurden nach Angaben der Bundesregierung im Juni 2018 nur 26,6 Millionen Euro ausgezahlt. Für echte Bauprojekte wurden sogar nur 3,2 Millionen Euro ausgegeben.

Weil die Breitbandförderung ein komplexes Gefüge sei, würden die Mittel erst in den Jahren 2020 und 2021 abgerufen, sagte Christian Pegel (SPD), Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, im September 2018. "Du kriegst die Kohle erst, wenn du selbst die Rechnung gemacht hast. 2020 und 2021 wird richtig Kohle weg sein. Dann rollen Hunderte Millionen Euro", erklärte Pegel.


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