Metroid Prime 4 Beyond im Test: Rückkehr aus der galaktischen Versenkung

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In interstellaren Maßstäben gemessen sind 18 Jahre praktisch nichts. So lange warten Fans schon auf eine Fortsetzung des 2007 erschienenen Metroid Prime 3 – Corruption.
Nun geht das im Universum angesiedelte Abenteuer der Kopfgeldjägerin Samus Aran mit Metroid Prime 4 – Beyond für Nintendo Switch und Switch 2 weiter.
In Beyond landet Samus auf dem Planeten Viewros mit einer Waffe, aber ohne weitergehende Fähigkeiten. Die Dschungelumgebung mit fremdartiger Flora und bedrohlichen Kreaturen weckt sofort das vertraute Gefühl von Entdeckung und Einsamkeit, das Fans der Serie so schätzen.
In Sachen Gameplay bleibt Metroid Prime 4 bei bewährten Elementen. Wir kämpfen in der Ego-Perspektive, erforschen die Umgebung durch das Scannen von Umwelt und Gegnern. Der Fokus liegt auf dem Lösen von komplexen Schalterrätseln.
Zwischendurch gibt es aber auch fordernde Gefechte. Das gilt auch für die Bosskämpfe, in denen wir sowohl Geschick als auch schnelle Reflexe benötigen – und herausfinden müssen, mit welcher Vorgehensweise wir Monster oder fleischfressende Pflanzen bezwingen können.
Um durch enge Passagen zu gelangen, verwandelt sich Samus in einen kegelkugelkleinen Morph-Ball. Nach und nach erhalten wir Superkräfte ( "Psy-Fähigkeiten" ), mit denen wir Objekte weitergehend manipulieren können, was auch neue Arten von Knobelkost ermöglicht.
Ein weiteres Feature: Samus kann erstmals mit dem Motorrad Vi-0-La etwas ausgedehntere, allerdings auch sehr leere Areale in der sonst überwiegend sehr kleinteiligen Welt durchqueren. Viele Abschnitte sind nicht viel größer als ein durchschnittliches Wohnzimmer, die Orientierung ist trotz 3D-Karte teils eine Herausforderung.
Waffen, Umgebung, Musik wirken in fast jedem Moment passend. Das gilt ausdrücklich nicht für eine Nebenfigur namens Myles MacKenzie, die mit ihrer lauten Art wie ein Fremdkörper wirkt und vermutlich noch viele Diskussionen in der Community auslösen wird.
Die Switch-2-Version bietet wahlweise hohe Grafikqualität oder Performance: 4K bei 60 fps mit HDR oder 1080p bei bis zu 120 fps – je nach Einstellung. Auch ein optionaler Maus-Modus via Joy-Con 2 wird unterstützt.



