Metroid Dread im Test: Spartanische Fortsetzung nach 19 Jahren

Düstere Grafik, frostige Atmosphäre und Frust - trotzdem gelingt Metroid Dread auf der Nintendo Switch eine spannende Fortsetzung.

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Artwork von Metroid Dread
Artwork von Metroid Dread (Bild: Nintendo)

Kein Sequel für Zelda und schon gar kein neues Super Mario: Im Jahresendgeschäft 2021 ist das wichtigste Spiel für die Nintendo Switch ein altmodisch anmutendes 2D-Actionspiel - Metroid Dread. Die Handlung schließt an die Ereignisse des 2002 erschienenen Metroid Fusion (Game Boy Advance) an und bringt die fünfteilige Saga rund um Kopfgeldjägerin Samus Aran zum Abschluss.

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In Metroid Dread reist Samus alleine zu einem abgelegenen Planeten. In typischer Serienmanier sehen wir die Hauptfigur von der Seite durch Gänge hüpfen und springen.

Die eigentliche Herausforderung ist dabei nicht so sehr der Kampf gegen kleine und große Kampfinsekten und sonstige Bestien, sondern schlicht das Finden des Weges und das Überwinden von Hindernissen.

Beispiel aus den ersten fünf Minuten der Kampagne: Als Samus müssen wir mit unserem Raketenarm erst ein paar Gegner ins Jenseits befördern, dann unter einem Felsen hindurchrutschen und ein Hindernis an der Decke wegballern.

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Anschließend gelangen wir an einen Schacht nach oben. Dort richten wir mit dem linken Analogstick einen Laserstrahl auf einen Block aus - was übrigens auch das einzige Element der Steuerung ist, das uns wegen der leicht fummeligen Bedienung nicht gefällt. Den Block zerstören wir, sodass wir uns festhalten und dann weiterspringen können.

Das eine Problem ist gelöst, aber auf der nächsten Ebene warten natürlich neue Herausforderungen. Nach und nach ergibt sich die klassische Metroidvania-Suchtspirale: Nur noch eine Herausforderung, nur noch ein Upgrade wie den Enterhaken oder den Magneten, sodass wir in vorher unerreichbare Abschnitte gelangen.

Eine Besonderheit in den Gängen auf dem Planeten ZDR sind die sogenannten E.M.M.I-Roboter. Die Angriffe dieser schick animierten Stahlwesen können wir kontern - aber das nötige Manöver so perfekt wie nötig hinzubekommen, ist "so gut wie unmöglich", wie uns das Programm mit unterkühltem Humor erklärt.

Stattdessen müssen wir in der 10 bis 15 Stunden langen Kampagne selbst herausfinden, wie wir die E.M.M.I. in Altmetall verwandeln. Das ist durchaus fordernd, weswegen diese Abschnitte eine knifflige Sache sind, mit einem fließenden Wechsel zwischen Frust und Drama.

Metroid Dread ist nur für Nintendo Switch verfügbar und kostet je nach Händler und Version ab rund 50 Euro. Die Lokalisierung ist gelungen, es gibt keinen Multiplayer und keine Mikrotransaktionen. Das Programm wurde vom spanischen Entwicklerstudio Mercury Steam im Auftrag von Nintendo programmiert.

Die USK hat dem Programm eine Freigabe ab 12 Jahre erteilt. Wir haben übrigens auf der Standard-Switch gespielt, weil unser OLED-Testmuster noch irgendwo beim Kurier festhängt.

Fazit

Wir gestehen, dass wir uns beim Test echt überwinden mussten, Metroid Dread zu starten. Die kühle Atmosphäre und spartanische Aufmachung sprechen uns in Zeiten kunterbunter Knutschkugeln wie dem spielerisch halbwegs vergleichbaren Ori and the Will of the Wisps nicht wirklich an.

Wenn man dann erstmal drin ist, macht Metroid Dread aber doch richtig Spaß: Die Umgebungen sind clever aufgebaut, der Spielfluss aus kleinen und großen Entdeckungen und Überraschungen plus der Sammel- und Vervollständigungsjagd stimmt einfach.

Auf Dauer hat es uns sogar gut gefallen, dass das Tempo vergleichsweise niedrig ist und es nur bei bestimmten Gegnern zu wirklich hochexplosiver Action kommt. Trotz viel Retro-Charme und durchaus frustrierenden Stellen: Fans von Metroid dürfen sich dieses düstere Juwel nicht entgehen lassen.

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