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Metro Last Light angespielt: Überraschung in der U-Bahn

Ein gemeinsamer Kampf mit einer hübschen russischen Scharfschützin, eine Versammlung von Neonazis, Gedankenübertragung durch eine junge dunkle Kreatur – das alles (und ein bisschen mehr) hat Golem.de beim gut einstündigen Anspielen von Metro Last Light erlebt.
Aktualisiert am , veröffentlicht am / Peter Steinlechner
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Metro Last Light (Bild: Deep Silver)
Metro Last Light Bild: Deep Silver

Eine der wichtigen Regeln für die Vermarktung von Computerspielen lautet: Eine Fortsetzung sollte immer ein paar neue Funktionen haben, die sich möglichst werbewirksam auf der Packungsrückseite anpreisen lassen. Bei Metro Last Light ist das anders. Der Nachfolger von Metro 2033 soll ganz bewusst die packende Handlung rund um die Hauptfigur Artjom weiterführen – und dabei im Großen und Ganzen auf die gleichen Mittel setzen.

Metro Last Light – Trailer (Genesis)
Metro Last Light – Trailer (Genesis) (02:53)

Übrigens sieht das auch der neue Publisher Deep Silver so, der die Rechte an dem Ego-Shooter im Januar 2013 von THQ übernommen hat: Wie Golem.de beim Anspielen erfahren hat, arbeitet das ukrainische Entwicklerstudio 4A Games trotz des Partnerwechsels weiterhin völlig autonom an seinem Werk.

Und das ist auch gut so – jedenfalls fanden wir das nach gut einer Stunde, in der wir wie im Serienerstling mit der Hauptfigur Artjom durch die Moskauer Metroschächte und kurz an der Erdoberfläche unterwegs waren. Beim Ausprobieren der weitgehend fertigen Version ist uns vor allem aufgefallen, dass die Erzählung zu Beginn sehr dicht wirkt.

Unmittelbar nach dem Start haben wir mit der hübschen Scharfschützin Anna im selben Botanischen Garten gekämpft, der auch schon im Finale von Metro 2033 eine Rolle gespielt hat. Wenige Augenblicke später treffen wir dann ein junges der telepathisch begabten dunklen Wesen, von denen wir eigentlich dachten, dass sie ausgelöscht sind.

Stark optimierte Engine

Und noch ein paar Momente später müssen wir uns mit dem "Reich" herumschlagen, einem Trupp von Neonazis, die ebenfalls in den Tunnels leben. Ohne zu viel verraten zu wollen: Der Moment, in dem Artjom und ein computergesteuerter Begleiter namens Pavel plötzlich inmitten einer Versammlung auffliegen, ist besonders spannend in Szene gesetzt.

Metro Last Light – Der Prediger (Live-Action)
Metro Last Light – Der Prediger (Live-Action) (04:20)

Zwischendurch soll es aber auch etwas weniger dramatische Momente geben. Genauso wie im Erstling können wir dann auch mal ungestört von Feinden die Metrostation des Bolschoitheaters erkunden und uns dort unter anderem eine mit sichtlich viel Aufwand produzierte Ingame-Show inklusive halbnackter russischer Tänzerinnen anschauen.

Nach derzeitiger Planung erscheint der Titel am 17. Mai 2013 für Windows-PC, Xbox 360 und die Playstation 3. Das Spiel basiert erneut auf der entwicklereigenen 4A Engine, die unter anderem um etwas aufwendigere Lichteffekte erweitert wurde.

Der angespielten PC-Version war das anzusehen – insbesondere das Schattenspiel fanden wir detailreicher, was die Metroschächte noch etwas räumlicher und damit unheimlicher wirken ließ. Trotz der aufwendigeren Effekte soll Last Light laut den Entwicklern bei gleicher Hardwareausstattung etwas flüssiger als 2033 laufen, weil der Code deutlich besser optimiert sein soll. Das Programm läuft auf Rechnern mit DirectX-9, allerdings empfiehlt Publisher Deep Silver ein System, das auch mit DirectX-11 klarkommt.

Übrigens: Während Metro 2033 auf dem gleichnamigen Roman von Dmitri Gluchowski basiert, haben die Entwickler für Last Light eine eigene Story verfasst. Wer Neues von Gluchowski lesen möchte, muss voraussichtlich bis Ende 2013 warten: Dann soll dessen Buch Metro 2035 auch in Deutschland erscheinen.

Nachtrag vom 22. April 2013, 14:30 Uhr

In einer früheren Version dieses Artikels hatten wir geschrieben, dass Metro Last Light einen Multiplayermodus enthalten wird. Das stimmt nicht; der Text ist entsprechend angepasst. Tatsächlich war ein Multiplayermodus längere Zeit geplant. Allerdings haben sich der Publisher (damals noch THQ) und die Entwickler entschieden, ihn doch nicht in das Spiel einzubauen und sich ganz auf die Kampagne zu konzentrieren. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.


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