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Verfügbarkeit und Fazit

Allerdings gibt es in Metro Exodus sowieso nicht ständig Dauerfeuer. Den Großteil der Zeit verbringen wir mit dem Suchen des Weges: Welche Möglichkeit gibt es, einen See mit einem riesigen Monster in der Mitte zu überqueren? Finden wir einen Weg am Ufer entlang, können wir uns mit dem Ruderboot auf das Gewässer trauen und hoffen, dass das Biest uns nicht bemerkt, oder sausen wir besser an einem Seil vom Industriekran in der Nähe darüber hinweg? Aber wo finden wir den Aufgang zum Kran, und sind da oben irgendwo Feinde? Warten wir auf die Nacht, und wenn ja: Wo finden wir einen Unterschlupf mit Bett zum schlafen?

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Viel Zeit geht auch für Survival-Elemente wie das Sammeln von Ressourcen und Ausrüstung drauf sowie dafür, Munition und bessere Waffen herzustellen - was an Werkbänken über Menüs funktioniert und langfristig sehr zur Motivation beiträgt. Außerdem gibt es immer wieder längere Abschnitte mit Handlung. Teils laufen diese Szenen direkt im Spiel als Dialog zwischen anderen Figuren, teils über sehr gut gemachte Zwischensequenzen ab.

Im Verlauf der Story kommen wir immer wieder in teils wunderschöne Umgebungen wie die Kaspische Wüste, in deren orangerot durch Feuer illuminierten Tälern wir bei Nacht den blauen Sternenhimmel über uns bestaunen können. An anderer Stelle sehen wir fast bis zum Horizont alte Fabrikanlagen, dazu kommen viele Gewässer und Gebäude - alles ist enorm abwechslungsreich von Hand gebaut, Wiederholungen sind uns nicht aufgefallen.

Neben den offenen Umgebungen unter freiem Himmel kommen wir übrigens auch durch Innenräume, etwa ein verlassenes Kontrollzentrum mit Hunderten von flackernden Bildschirmen, das an Sciencefiction-Filme der 60er Jahre erinnert. Ein anderer der größeren Innenlevel ist übrigens sehr krass, was makabre Details und Horror angeht - und mehr als Grund genug, beim Spielen von Metro Exodus besser keine Kinder zugucken zu lassen.

Die Grafik macht einen sehr guten Eindruck. Es gibt wunderschöne Licht- und Schatteneffekte, detailreiche Texturen, abwechslungsreiche Farben und mehr. Auch die meisten Gegner finden wir gelungen - merkwürdigerweise gibt's zwischendurch aber auch Feinde, deren Gestaltung sichtbar abfällt und die fast wie aus der vorletzten Generation an Spielen wirken.

  • In der Kaspischen Wüste greifen uns Mutanten an. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Die Reise beginnt an Bord des Zugs Aurora. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Arjom wird nur gelegentlich von seiner Frau Anna begleitet. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Auf der Karte ist das Ziel markiert - den Weg müssen wir selbst finden. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Die Missionshinweise sind betont kurz gehalten. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • In einem Innenlevel machen wir grauslige Entdeckungen ... (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Einer der Kumpel freut sich über die Gitarre, die wir ihm gebracht haben. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Wenn Gegner sich ergeben, können wir sie ohnmächtig schlagen oder töten. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Metro Exodus bietet dynamische Tag- und Nachtwechsel. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Im alten Lastwagen rumpeln wir durch die Wüste. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Das Optimieren der Waffen sorgt für viel Motivation. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • In dunklen Umgebungen können wir das Nachtsichtgerät verwenden. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
  • Die Tastenbelegung wirkt durchdacht. (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)
In einem Innenlevel machen wir grauslige Entdeckungen ... (Bild: Deep Silver/Screenshot: Golem.de)

Nervig: Beim Laden einer der großen Karten müssen sich Konsolen-Spieler durchaus mal zwei bis vier Minuten gedulden. Immerhin geht es schneller, wenn wir sterben und einfach nur der letzte Spielstand geladen wird, aber auf 20 bis 30 Sekunden müssen wir uns da auch einstellen. In den nächsten Tagen widmen wir uns in einem zweiten Test noch ausführlicher der Technik von Metro Exodus, vor allem der PC-Version.

Metro Exodus erscheint am 15. Februar 2019 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 zum Preis von rund 60 Euro. Die PC-Fassung des von 4A Games entwickelten Actionspiels ist als Download nur noch über den Epic Games Store erhältlich und muss dann auch dort registriert werden. Das Spiel ist vollständig lokalisiert, die deutsche Sprachausgabe klingt professionell, aber wie in den meisten anderen Games etwas steril. Das Programm enthält keinen Multiplayermodus und keine Mikrotransaktionen. Von der USK hat Metro Exodus eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten.

Fazit

Wenn wir mit Artjom nicht so ein spannendes Abenteuer erleben dürften, würde uns der arme Kerl leidtun. Endlich verlassen wir mit ihm den dunklen Tunnel aus den Vorgängern, nur um dann mit dem Zug von einer Krise in die nächste zu fahren. Aber mal ganz ernsthaft: Metro Exodus schafft es hervorragend, die Geschichte einer fast hoffnungslosen Reise zu erzählen und durch Elemente wie Annas unerschütterliche Liebe oder die wackeren Kumpels eben doch Optimismus zu verbreiten.

Die über weite Strecken hervorragend erzählte Handlung voller unfassbarer Überraschungen ist die größte Stärke des Spiels. Uns gefallen aber auch die halboffenen Umgebungen sehr. Egal ob Eisseen, Kannibalenkeller oder Kaspische Wüste: Alles wirkt stimmig, sieht über weite Strecken sehr gut aus und bietet viel Platz zum freien Erforschen. Den Verzicht auf klassisch aufbereitete Missionen wünschen wir uns nicht in jedem Spiel, aber hier wirkt es frisch.

Auch das gelungene Ausrüstungs- und Waffensystem gefällt uns. Wir dürfen ein bisschen tüfteln, das Ganze hat spürbare Auswirkungen - aber es verliert sich nicht in Details. Allerdings hat uns irgendwann das Absuchen und Einsammeln von Ressourcen etwas genervt. Noch etwas mehr hat uns die stellenweise etwas zu hüftsteife Steuerung und die nicht ausreichend flüssige Bewegung in Kämpfen gestört. Einsteiger werden es zwar kaum bemerken - aber wer auf höheren Schwierigkeitsgraden antritt und flott ausweichen muss, ärgert sich manchmal eben doch über das schwammige Aiming.

Trotzdem, alles in allem hat Metro Exodus die hohen Erwartungen erfüllt. Auch, weil dem Programm nicht die Puste ausgeht und es konstant interessant bleibt. Wer Actionspiele mit langen und spannend aufbereiteten Geschichten mag, sollte für die Abenteuer von Artjom auf der Aurora eine Fahrkarte kaufen.

 Metro Exodus im Test: Die Abenteuer des braven Supersoldaten Artjom
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profi-knalltüte 19. Feb 2019

Allein von der technischen Seite ist dieses Spiel eine Offenbarung. Noch nie solche...

Lanski 15. Feb 2019

Nicht ganz korrekt, da gibts mehr dahinter. Durchs Spielen unterstützt du den...

Lanski 15. Feb 2019

Der Publisher hat den Verkauf über Steam aber eingestellt und sich dem Epic Store...

Lanski 15. Feb 2019

Sowas kann halt passieren, daher muss man sich nicht wundern warum Leute Adblock nutzen...

%username% 14. Feb 2019

...oder?


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