Metro Exodus Enhanced Edition: Raytracing richtig gemacht

Für Metro Exodus Enhanced Edition wurde die Beleuchtung komplett auf Raytracing umgestellt. Das Ergebnis beeindruckt - und ist flüssig.

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Szene aus Metro Exodus Enhanced Edition
Szene aus Metro Exodus Enhanced Edition (Bild: 4A Games, Screenshot: Golem.de)

Als Metro Exodus vor zwei Jahren erschien, hat uns die Raytracing-Implementierung trotz ihrer Limitierungen ziemlich beeindruckt. Wer das Original besitzt, sollte unbedingt einen Blick auf die kostenlose Enhanced Edition werfen: Die verbessert das Raytracing in Innen- wie Außenlevels drastisch und das teils sogar bei höherer Framerate.

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Bei Metro Exodus musste das Entwicklerstudion noch zweigleisig fahren, also eine Rasterizer- und eine Raytracing-Beleuchtung ins Spiel integrieren. Für die Enhanced Edition haben 4A Games den Rasterizer komplett gestrichen, jegliche Fake-Lichter entfernt und alle Spielabschnitte mit Raytracing versehen.

In der Folge läuft Metro Exodus Enhanced Edition einzig auf Grafikkarten mit RT-Unterstützung, womit das Spiel der erste AAA-Titel mit einer solchen Mindestanforderung ist. Im Vergleich zum Original wurde die Raytracing-Implementierung angepasst und verbessert, wobei das Studio von der Vorarbeit am The Two Colonels genannten DLC profitierte.

Beschränkungen aufgehoben

Die ursprüngliche Umsetzung war oft limitiert: So ist die globale Beleuchtung (Global Illumination) durch die Sonne auf einen einzelnen abprallenden Lichtstrahl beschränkt, weshalb einige Bereiche - egal ob drinnen oder draußen - zu dunkel sind. Sie verschwinden schnell in tiefem Schwarz, statt indirekt farbiges Licht zu erhalten.

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Nun gibt es "unendlich" viele Bounces über mehrere Frames hinweg kumuliert, weshalb das Licht viel weiter in die Tiefe getragen wird; zumindest bis es absorbiert ist. An der Oberfläche war die Vegetation von der RT-GI ausgenommen, bei der Enhanced Edition hingegen ist sie realistisch verschattet. Aufgrund eines Strahls pro Pixel und eines besseren Denoisers zum Entrauschen fällt das Raytracing überdies feiner aus.

Weil die Fake-Lichter verschwinden und durch echte beim Lagerfeuer oder bei Kerzen ersetzt wurden, profitieren vor allem die Innenbereiche von Raytracing. Hinzu kommen emittierende Oberflächen wie der Flammenwerfer oder die grünen Pilze, eingeführt mit The Two Colonels. Die erhellen nicht nur die Umgebung, sondern werfen auch Schatten - einige Szenen sind daher viel glaubwürdiger ausgeleuchtet.

Metro Exodus [PlayStation 4]

Eine weitere Änderung sind (optional) Spiegelungen per Raytracing. Diese finden sich primär auf Wasseroberflächen, wo klassische Screen Space Reflections je nach Kamerawinkel die Umgebung nicht mehr abbilden können. Die Spiegelungen nutzen vereinfachte Geometrie und erfassen keine Alpha-Test-Texturen wie Blätter.

Performance unerwartet gut

Zu guter Letzt fügt Metro Exodus Enhanced Edition noch VRS (Variable Rate Shading) hinzu, was die Framerate leicht steigert, ohne die Bildqualität sichtbar leiden zu lassen. Exklusiv für Geforce-Karten gibt es den Rekonstruktionsfilter DLSS 2.0, der verglichen zur vorher genutzten Urversion klar besser ist, wenngleich nicht fehlerfrei arbeitet. So gibt es Smearing-Artefakte und flimmernde Spiegelungen, gerade in niedrigeren DLSS/Render-Auflösungen.

Selbst ohne DLSS und VRS hat uns die Performance überrascht: Insbesondere die Außenlevel laufen meist ähnlich flott oder sogar besser, die Innenbereiche hingegen zeigen eine niedrigere Geschwindigkeit - gerade bei multiplen Lichtquellen.

Metro Exodus Enhanced Edition ist kostenlos als Upgrade des Originals verfügbar, regulär kostet es 40 Euro via GoG oder Steam. Die Versionen für Playstation 5 und Xbox Series X/S erscheinen am 18. Juni 2021, alle drei inklusive Raytracing (ohne Spiegelungen). Auf PS5 und XSX läuft Metro in 4K60, auf XSS mit 1080p60.

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