Metro Exodus angespielt: Krabbenzombies in der Kaspischen Wüste

Tschüss Tunnel, hallo postnukleares Russland: Metro Exodus wagt den Bruch mit dem Szenario der Vorgänger und schickt uns ans ehemalige Kaspische Meer und in die Taiga. Beim Anspielen hat sich der Shooter als ebenso schönes wie spannendes Actionspektakel für Solisten entpuppt.

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Artwork von Metro Exodus
Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)

Ein Auto! Seit Stunden fahren wir in einem riesigen Zug durch menschenleere Wüstentäler - und plötzlich saust links von uns ein völlig verbeulter und verrosteter Lieferwagen über den Sand. In Metro Exodus ist das eine kleine Sensation, schließlich sind im Jahr 2036 weitere Teile der Welt zerstört oder radioaktiv verseucht. Natürlich hält unser kleiner Trupp die Lok an, und wir dürfen mit dem Sturmgewehr in der Hand losziehen, um die Lage auszukundschaften.

Inhalt:
  1. Metro Exodus angespielt: Krabbenzombies in der Kaspischen Wüste
  2. Eine Eisenbahn als Hauptquartier

Zwischen Kakteen und verfallenen Gebäuden machen wir uns auf die Suche nach dem Auto. Die einzige Hilfe: eine ziemlich antik wirkende Übersichtskarte. Das wahrscheinliche Zielgebiet ist eingezeichnet, außerdem markiert ein kleiner Pfeil uns und unsere Blickrichtung. Den Rest müssen wir selbst herausbekommen - in Metro Exodus gibt es kein Navigationssystem, das uns vollautomatisch den Weg durchs unbekannte Gelände weist.

Anfangs fühlen wir uns ziemlich allein in der kargen, sonnenüberfluteten Landschaft. Nur Schlangen sehen wir ab und zu, außerdem knabbern (relativ niedliche) Mutantenfledermäuse an verkohlten Leichen. Wir fühlen uns ein bisschen allein. Wenig später wünschen wir uns, dass wir es tatsächlich wären: Aus dem Boden schälen sich sandfarbene Zombiemutanten, die von allen Seiten angreifen. Makabres Detail: In dem Programm heißen die relativ menschenähnlichen Wesen schlicht Shrimps, vermutlich wegen ihrer hellen Hautfarbe.

Sehr viel mehr verraten wir hier über die Stelle in der Kaspischen Wüste - die das ausgetrocknete Meer ersetzt hat - beim Anspielen von Metro Exodus nicht. Nur noch ein Detail, das uns wirklich beeindruckt hat: Das Entwicklerstudio 4A Games hat es geschafft, in dem Abschnitt einen auch technisch beeindruckenden Sandsturm auf den Bildschirm zu zaubern, der uns minutenlang fast vollständig die Sicht und Orientierung geraubt hat.

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Ganz grundsätzlich: Wir konnten eine fast fertige Version von Metro Exodus beim Publisher Deep Silver anspielen. Zur Verfügung stand die PC-Version, auf der leider trotz vorhandener RTX 2080 Ti noch kein Raytracing aktiviert werden konnte. Die fertige PC-Version soll dieses Grafikelement aber von Anfang an unterstützen. Parallel konnten wir einen längeren Blick auf die Fassung für eine Xbox One X werfen, Unterschiede sind uns zumindest beim groben Vergleich nicht aufgefallen.

  • Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)
  • Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)
  • Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)
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  • Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)
  • Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)
  • Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)
  • Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)
Artwork von Metro Exodus (Bild: Deep Silver)

In Metro Exodus steuern wir wie in den beiden Vorgängern die Hauptfigur Artyom, auch ein paar schon bekannte Begleiter sind wieder mit dabei. Aber statt in düsteren Tunnelsystemen sind wir an der Erdoberfläche unterwegs und reisen durch das zerstörte, teilweise radioaktiv verseuchte Russland. Unser Ziel ist ein (tatsächlich existierender) Berg namens Jamantau im Osten, in dem die alte Regierung und Militärs unter halbwegs zivilisierten Bedingungen leben sollen - mehr wissen wir auch nicht.

Die Entwickler haben bei unserem Termin zwar mit Bedauern gesagt, dass sie uns fast nichts von der Handlung zeigen können - insbesondere keine Zwischensequenzen. Dieses "fast nichts" war dann aber erstaunlich viel: Innerhalb der Missionen passiert nämlich auch sehr viel: In der Kaspischen Wüste etwa lernen wir einen Zwischenboss kennen, helfen einer einsamen Kriegerin auf einem ehemaligen Leuchtturm und rumpeln selbst mit dem Auto über Dünen.

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Eine Eisenbahn als Hauptquartier 
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