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Metro Exodus angespielt: Ballern in Baumhäusern

Offene Umgebungen statt enger Tunnel, satte Farben statt Finsternis: Das Actionspiel Metro Exodus fühlt sich beim Anspielen ganz anders als die Vorgänger an - gut so!

Artikel von veröffentlicht am
Atwork von Metro Exodus
Atwork von Metro Exodus (Bild: 4A Games)

Direkt vor unserer Nase schlägt ein Armbrustpfeil in einen Torrahmen ein. Hat uns da jemand verfehlt? Und wer? Nach ein paar Augenblicken schauen wir uns die Sache näher an und stellen fest, dass ein Zettel mit einer Botschaft um den Pfeil gewickelt ist: "Verschwinde!" Damit sind offenbar wir gemeint - beziehungsweise der Held von Metro Exodus. Er heißt Artjom und ist bereits aus Metro 2033 und Metro Last Light bekannt.

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Mit denen hat der dritte Serienteil zumindest beim Anspielen auf der Gamescom 2018 so gut wie nichts gemein. Statt in den Tunneln der Vorgänger sind wir in einer wunderschön von der Abendsonne beleuchteten Wald- und Flussumgebung unterwegs. Dort suchen wir eigentlich nach unserer Frau, die offenbar in feindliche Hände gefallen ist. In dem Einsatz suchen wir ein paar windschiefe Hütten nach Munition und sonstiger Ausrüstung ab, vor allem aber liefern wir uns ein längeres Feuergefecht mit einer Bande von Plünderern, die sich in einer kleinen Siedlung eingeigelt haben.

Eine der Besonderheiten: Wir können wahlweise einfach frontal angreifen - was uns in der Demo aber recht schnell den Tod gebracht hat. Oder wir schleichen uns durch das hohe Gras an die Feinde heran und versuchen, einen nach dem anderen von hinten auszuschalten. Am besten hat uns aber die dritte Option gefallen: Da sind wir per Strickleiter auf ein Baumhaus geklettert, von wo aus wir über hohe Stege und befestigt an Seilen zu weiteren Baumhäusern gelangen konnten.

Aus der Höhe haben wir das Areal gut überblickt und die teils getarnten, meist aber anhand von Stirnlampen oder ähnlicher Ausrüstung gut erkennbaren Plünderer unter Beschuss genommen. Das war zwar auch nicht einfach, hat aber geklappt und sich ziemlich spaßig angefühlt.

Das lag übrigens auch an den toll gemachten und sehr sehenswerten Waffen: Die sehen hübsch verschnörkelt und damit wertig aus, haben aber schon ordentlich Rost angesetzt. Laut dem Entwicklerstudio 4A Games sind sie so konstruiert, dass sie in echt nachgebaut werden könnten und dann wie im Spiel funktionieren müssten. Auch sonst wirkt Metro Exodus sehr wertig, etwa was die wunderschöne Karte angeht, die wie aus Papier aussieht, auf der aber Einsatzziele und unser Aufenthaltsort vom Computer markiert werden.

Das ist unter anderem deshalb nötig, weil Metro Exodus sehr viele große und offene Umgebungen bieten soll. "Die Sandbox-Level sind so groß, dass der Spieler in ihnen jeweils mehrere Stunden verbringen kann", sagt uns Huw Beynon vom Publisher Deep Silver. Die Entwickler haben sich nach seinen Angaben rund zwei Jahre lang damit beschäftigt, wie sie solche nichtlinearen Landschaften organisch ins Spiel einbauen können.

Die in Köln spielbare Mission ist einer der kleineren Abschnitte, in denen wir ganz gut erkennen können, dass die Entwickler offenbar auf eine Mischung aus erkundbaren Wegen entlang von Flussläufen, Felswänden und Ähnlichem setzen, so dass zumindest wir uns frei gefühlt, aber nicht verlaufen haben.

Von der Haupthandlung haben wir - abgesehen von der Sache mit unserer entführten Frau - noch nichts gesehen. Das Programm schickt uns mit einer Handvoll weiterer Überlebender ein paar Jahre nach der nuklearen Vernichtung der Welt an Bord der schwer gepanzerten Dampflok Aurora auf eine Fahrt in den Osten von Russland, um dort ein neues Leben zu beginnen. Dabei geht natürlich nicht alles glatt, so dass wir in immer neuen Umgebungen zu Fuß losziehen.

Auf der Gamescom haben wir zwar die PC-Version gespielt - in der konnten wir aber nicht den frisch von Nvidia präsentierten Raytracing-Modus aktivieren. Im Grafikmenü haben wir zwar DirectX-12 als Eintrag gefunden, konnten aber die Vorgabe DirectX-11 nicht ändern, obwohl das die Hardware (AMD Ryzen 7 2700X, Nvidia Titan XP und 16 GByte RAM) zumindest theoretisch erlaubt hätte. Über Metro Exodus und Raytracing sprechen wir dafür im Interview mit Huw Beynon.

Metro Exodus soll nach aktueller Planung am 22. Februar 2019 für Windows-PC, Xbox One und Playstation 4 erscheinen. Neben einer Standardversion sind diverse Extraausgaben geplant.



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jsm 27. Aug 2018

Naja, du hattest es ja angekündigt das jetzt kommt was du noch vom Ende weißt. Ich meine...

SanderK 24. Aug 2018

Das wäre natürlich die Lösung, noch Zweifel ich aber.

Prypjat 24. Aug 2018

Insgesamt wirken die Licht- und Schattenbewegungen schon ziemlich befremdlich. Man...


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