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Google prüft und prüft nicht

Wer Informationen über eine Firma auf Google hinterlegen möchte, braucht einen Google-My-Business-Account für sein Unternehmen. "Um zu verifizieren, dass Sie wirklich das Unternehmen sind, schickt Ihnen Google eine Postkarte mit einem Code zu", erklärt Steden. Erst dann können Daten wie die Öffnungszeiten bearbeitet werden. Auch einige von Stedens Kunden verwenden das My-Business-Tool, um ihre Unternehmensprofile zu verwalten. Doch eine Kontrolle über das Reservierungstool bekommt man darüber nicht.

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"Bei Google My Business wird nur angezeigt, dass der Account mit HD verbunden ist, also mit der Metro-Tochter Hospitality Digital", berichtet Steden. Weder frage Google, ob das Reservierungstool überhaupt auf dem Unternehmensprofil angezeigt werden soll, noch lasse es sich dort wieder rauswerfen. Steden meldet den Fehler an Google. Hier wird ihm lapidar geantwortet: "Ist das nicht ein Problem mit der Verifikation der Registrierungsinformationen seitens Dish.co? Google scheint nur die möglichen Wege für eine Reservierung zu indexieren. Ich schlage vor, den Fehler an Dish.co zu melden." Dann wird das Ticket als Won't Fix - Wird nicht behoben geschlossen.

Doch auch Dish sieht sich nicht wirklich in der Verantwortung. Auf den Vorschlag, die Konten per Postkartencode wie Google zu verifizieren, antwortet Hülya Dagli: "Man kann ja einfach eine falsche Adresse eingeben und dann den Code abfangen." Doch mit einer falschen Adresse kann die Reservierungsfunktion zumindest bei Google nicht mehr übernommen werden.

Google übernimmt ungeprüft Daten

"Wenn ich bei Facebook ein Plugin einbinden möchte, muss ich zweimal mein Passwort eingeben", sagt Steden. Bei Google hingegen scheine es überhaupt keinen Prüfmechanismus zu geben. Im Gegenteil: Man werde die externen Dienste überhaupt nicht mehr los. "Die einzige Möglichkeit ist es, das im Dish Account zu deaktivieren", sagt Steden. Doch wenn den jemand anderes registriert hat? "Dann können Sie sich an uns wenden, wir finden dann eine Lösung", sagt Dagli. Ob man mit einfachen Anrufen auch die Konten von echten Dish-Kunden löschen kann? Die Situation bleibt kompliziert.

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Doch warum übernimmt Google ungeprüft Daten von anderen Anbietern? Wir fragen bei Google nach, erhalten mehrere Eingangs- und Bestätigungs-E-Mails, aber keine Antwort. "Ich habe die Kollegen in den USA um Input gebeten. Sie können sich sicher sein, dass wir dran sind und uns schnellstmöglich bei Ihnen melden", antwortet uns Lena Heuermann von Google. Doch auch nach über zwei Wochen und mehrfachem Nachhaken haben wir keine Antwort erhalten. Google scheint die Problematik noch weniger ernst zu nehmen als Dish.

Die Reservierungsdaten landen irgendwo

Ein Kollege reserviert sich einen Tisch für zwei Personen im Golem.de-Büro. Dazu muss er sich mit seinem Google-Konto anmelden. Wir erhalten die Reservierungsdaten an unser Freemail-Konto: Neben dem Zeitpunkt enthält die E-Mail auch den vollen Namen, die Handynummer und die E-Mail-Adresse des Arbeitskollegen. Werden Reservierungsdienste für andere Unternehmen registriert, können also auch die Daten von ahnungslosen Nutzern erlangt werden - die den Dienst für einen offiziellen Google-Dienst halten, der perfekt in die Google-Webseite integriert wurde. Ein Datenschutzproblem, das niemanden zu interessieren scheint.

Die Situation ändert sich also erst einmal nicht: Internetnutzer können weiterhin für beliebige Unternehmensprofile ein Reservierungstool registrieren, das prominent in der Google-Suche angezeigt wird. Die betroffenen Unternehmen werden es nur schwer wieder los. Zudem gibt es auch noch andere Anbieter für Reservierungstools. Auf diese Weise könnten international Tisch-Reservierungen angeboten werden - beispielsweise im Google Headquarter oder im Weißen Haus.

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 Metro & Dish: Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
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Avocado 08. Mai 2019

Kriegst doch bestimmt E-Mail-Adressen zusammen mit Namen und evtl. Telefonnummer...

User_x 27. Apr 2019

Die Schwere des Problems wird wie immer der Identitätsdiebstahl sein und die Dummheit der...

v2nc 27. Apr 2019

Ja ist auch genau das gleiche ne. Außer lustige tischreservierungen für den Bundestag...

User_x 26. Apr 2019

Und bevor du etwas erlaubst, muss man fragen, ob du überhaupt dazu berechtigt bist. Am...


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