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Meteor Lake: Desktop Prozessoren für 2024 geplant

Zu früh gefreut: Die Tile-basierten Prozessoren sollen 2024 auch als Desktop-CPU erscheinen. Gesockelte Prozessoren für die DIY-Community wird es aber wahrscheinlich nicht geben.
/ Martin Böckmann
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Mit Meteor Lake kommen auch neue Namen. Mit Core Ultra will Intel den Generationssprung verdeutlichen. (Bild: Intel)
Mit Meteor Lake kommen auch neue Namen. Mit Core Ultra will Intel den Generationssprung verdeutlichen. Bild: Intel

In einem Interview mit PC World(öffnet im neuen Fenster) hat Michelle Johnston Holthaus, Executive Vice President und General Manager der Intel Client Computing Group angekündigt, dass Meteor Lake im Jahr 2024 auch als Desktop-CPU erscheinen wird. Eine Architektur soll über alle Kategorien hinweg verfügbar sein. Wer seinen PC selbst baut, geht aber leer aus.

Während Meteor Lake zwar durch Änderungen an der Architektur und dem Intel Thread Director vor allem bei der Energieeffizienz punkten soll, sind einige der Neuerungen ebenso für Desktop-Computer relevant. Mit der NPU (Neural Processing Unit) werden KI-Features unterstützt, die unter anderem in Windows, Office und Photoshop zum Einsatz kommen.

Weiterhin ist gerade für den Büroeinsatz die angekündigte Sparsamkeit der neuen CPUs ebenso hilfreich wie die stärkere integrierte Grafikeinheit, die mit HDMI 2.1 und Displayport 2.1 hochauflösende Bildschirme unterstützt und AV1 unterstützt. Zur Performance der CPU gibt es abseits von Leaks noch keine genauen Informationen.

Arrow Lake soll mehr Performance bringen

Wer jetzt plant, bereits mit Meteor Lake auf ein LGA-1851-Mainboard umzusteigen, wird aber enttäuscht. Entgegen ursprünglicher Interpretationen hat Intel zwischenzeitlich die Formulierung präzisiert: Mit Desktop Computern sind vor allem NUCs und All-in-One-PCs gemeint. In beiden Kategorien kommt überwiegend Notebook-Technik zum Einsatz, weshalb Meteor Lake hier ebenfalls Sinn ergibt. Die Prozessoren sind dabei fest verlötet, sogenannte BGA-Chips.

Neue Mainboards mit LGA-1851 erscheinen daher wie ursprünglich angekündigt erst mit Arrow Lake. Sie bieten unter anderem einen direkt an die CPU angebundenen M.2-Slot mit PCI-Express-5.0-Geschwindigkeit. Damit möchte Intel die Feature-Lücke zu AMD schließen und zugleich neue Technologien wie Wi-Fi-7 einführen. Arrow Lake wird in der zweiten Jahreshälfte 2024 erwartet.

Nachtrag vom 29. September 2023, 15:34 Uhr

Wir hatten ursprünglich berichtet, dass mit Meteor-Lake-Desktop-CPUs auch ein neuer Sockel erscheinen soll. Intel hat mittlerweile erklärt, dass in dem von uns zitierten Interview NUCs und All-in-One-PCs gemeint sind, gesockelte Prozessoren sind nach aktuellem Stand nicht geplant. Wir haben den Artikel entsprechend angepasst.


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