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Metaverse: Zuckerberg übernimmt "Verantwortung für Fehltritte"

Mark Zuckerberg räumt ein, das Wachstum zu optimistisch eingeschätzt zu haben. Das gestand er vor Führungskräften ein und startete Massenentlassungen.
/ Achim Sawall
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Mark Zuckerberg war bereits im Oktober 2019 einmal zerknirscht. (Bild: Drew Angerer/Getty Images)
Mark Zuckerberg war bereits im Oktober 2019 einmal zerknirscht. Bild: Drew Angerer/Getty Images

Meta-Chef Mark Zuckerberg hat vor Hunderten von Führungskräften erklärt, dass er für Fehltritte des Unternehmens verantwortlich sei. Das berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf mit dem Inhalt des Meetings vertraute Personen. Zuckerberg wirkte demnach bei der Sitzung am Dienstag niedergeschlagen. Sein übermäßiger Optimismus habe zu zu vielen Neueinstellungen geführt.

Meta wird am Mittwochmorgen (Ortszeit) mit der Entlassung von Beschäftigten beginnen. Der Stellenabbau werde voraussichtlich viele Tausend Mitarbeiter betreffen und wahrscheinlich der schwerste des laufenden Jahres im Technologiesektor sein, berichtete das Wall Street Journal zuvor .

Das Metaverse nannte Zuckerberg in seiner Rede nicht, die hohen Ausgaben in dem Bereich und Kritik an der sozialen Virtual-Reality-Welt mit dem Titel Facebook Horizon sind aber der Hintergrund für die Probleme. Vergangenen Monat forderte der Investor Altimeter Capital in einem offenen Brief an Zuckerberg, dass Meta Personal abbauen und seine Ausgaben für das Metaverse senken solle. Das Metaverse kostete das Unternehmen seit Anfang letzten Jahres 15 Milliarden US-Dollar.

Nur vier Monatsgehälter Abfindung

Die Personalchefin von Meta, Lori Goler, erklärte in dem Meeting, dass Betroffene, die ihren Arbeitsplatz verlieren, mindestens vier Monatsgehälter als Abfindung erhielten. Laut Zuckerberg soll der Abbau besonders Rekrutierungs- und Businessteams treffen.

Die geplanten Entlassungen sind der erste umfassende Personalabbau in der 18-jährigen Firmengeschichte. Meta hatte in den Jahren 2020 und 2021 mehr als 27.000 Neueinstellungen durchgeführt und in den ersten neun Monaten dieses Jahres weitere 15.344 Mitarbeiter eingestellt. Die Aktie von Meta fiel in diesem Jahr um mehr als 70 Prozent. Meta mit seinen Marken Instagram, Whatsapp, Meta Quest (Oculus) oder Facebook meldete Ende September mehr als 87.000 Beschäftigte.


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