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Metaverse: Samsung schwächelt beim Thema XR

Apple , Google, Meta , Sony, Microsoft - die Liste an Unternehmen, die sich mit Extended Reality beschäftigen, ist lang. Samsung fehlt.
/ Tobias Költzsch
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Besucher eines VR-Kinos in Beijing (Bild: Oriental Image via Reuters Connect)
Besucher eines VR-Kinos in Beijing Bild: Oriental Image via Reuters Connect

Südkoreanische Analysten und Medien bemängeln, dass Samsung beim Thema Extended Reality (XR) kein Konzept verfolge. Das berichtet der Korea Herald unter Berufung auf Branchenexperten. Stattdessen setze der südkoreanische Hersteller weiter auf faltbare Smartphones,

XR steht für die Bereiche AR, VR und Mixed Reality. Bereits vor Metas Ankündigung des Metaverse haben zahlreiche große Tech-Unternehmen in den Bereich investiert und eigene Produkte vorgestellt - unter anderem Meta selbst, aber auch Microsoft und Sony .

Apple soll ebenfalls an einem Headset arbeiten, das sich aber offenbar verzögert; auch Google scheint an einem AR-Headset zu tüfteln.

Bei Samsung ist unbekannt, ob das Unternehmen überhaupt an XR-Geräten arbeitet. Grund dafür könnte das fehlende Ökosystem sein, wie ein südkoreanischer Analyst vermutet: Sony habe die Playstation, Microsoft die Xbox. Allerdings führt der Analyst auch Google auf, das mit Android einen Vorteil habe - diesen könnte allerdings auch Samsung nutzen.

Markt für XR-Anwendungen und -Geräte soll wachsen

Dem Marktforschungsunternehmen Statista zufolge soll der globale XR-Markt bis 2024 um das Zehnfache wachsen, von einem Wert von 31 Milliarden US-Dollar auf 300 Milliarden US-Dollar. Bis 2025 soll die Anzahl der XR-Geräte von 10 Millionen auf 70 Millionen anwachsen.

Südkoreanische Analysten bemängeln, dass Samsung weiter auf seine Smartphones mit faltbarem Display setze anstatt auf XR. 2021 sind die Smartphone-Verkäufe des Herstellers um nur 0,9 Prozent gewachsen, dennoch scheint das Unternehmen zu hoffen, mit den faltbaren Geräten einen Aufschwung zu erreichen. Apples Verkäufe stiegen im gleichen Zeitraum um 25,5 Prozent, die von Xiaomi um 35,1 Prozent.

Wie der Korea Herald schreibt, benötigt Samsung wohl einen Partner, um im XR-Bereich relevant zu werden. Von sich aus sei das Unternehmen zu weit von der Konkurrenz abgehängt worden, um den Rückstand eigenständig aufholen zu können.

In der Vergangenheit hatte Samsung ein Headset präsentiert, in das ein Smartphone eingesetzt wurde. Mittlerweile hört man davon bei dem Hersteller allerdings nichts mehr.


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