Abo
  • Services:

Metamaterial: US-Forscher entwickeln Tarnkappe für sichtbares Licht

Sich unsichtbar machen, einfach verschwinden: US-Forscher haben eine Tarnkappe entwickelt, in die sich ein beliebiges dreidimensionales Objekt einwickeln lässt. Vorausgesetzt, es ist klein genug.

Artikel veröffentlicht am ,
Schematische Darstellung der Tarnkappe: Licht wird um ein Objekt herumgeleitet.
Schematische Darstellung der Tarnkappe: Licht wird um ein Objekt herumgeleitet. (Bild: UC Berkeley)

Ein Metamaterial, das Gegenstände im sichtbaren Licht verschwinden lässt, haben Forscher der Universität von Kalifornien in Berkeley entwickelt. Die Objekte, die die Tarnkappe unsichtbar macht, können eine beliebige Form haben - allerdings nur eine geringe Größe

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Böblingen
  2. Porsche AG, Zuffenhausen

Die Tarnkappe besteht aus einem Metamaterial, welches Licht, das auf ein Objekt auftritt, nicht reflektiert, sondern um den Gegenstand herumleitet. Seine optischen Eigenschaften erhält ein solches Material aus seiner physikalischen Struktur und aus der chemischen Zusammensetzung. In der Natur kommen solche Materialien nicht vor.

Getarntes Objekt hat Beulen und Dellen

Dieses Metamaterial besteht aus kleinen Blöcken aus Gold-Nanoantennen. Es ist nur etwa 80 Nanometer dick, elastisch und legt sich wie eine Haut um ein Objekt. Dadurch passt es sich auch einem unregelmäßig geformten Objekt an und macht es unsichtbar. Die Forscher haben das an einem dreidimensionalen Gegenstand von der Größe mehrerer Zellen mit Beulen und Dellen getestet.

Die Wissenschaftler um Xiang Zhang beschäftigen sich schon seit mehreren Jahren mit Metamaterialien. Frühere Entwicklungen waren jedoch noch unhandlich und nicht komplett unsichtbar: Zwar war nicht zu erkennen, was das Metamaterial verbarg, aber die Tarnkappe selbst war gegen den Hintergrund auszumachen. Das ist bei der neuen nicht mehr der Fall.

Tarnkappe lässt nur kleine Objekte verschwinden

"Es ist das erste Mal, dass ein 3D-Objekt mit einer beliebigen Form von sichtbarem Licht verhüllt wurde", sagt Projektleiter Zhang. "Unser ultradünner Umhang sieht nun aus wie ein Mantel." Nachteil ist allerdings, dass es derzeit nur möglich ist, Objekte in kleinem, mikroskopischem Maßstab verschwinden zu lassen. Das Material solle sich jedoch vergrößern lassen, um auch makroskopische Objekte darunter zu verstecken, schreiben die Forscher in der Fachzeitschrift Science.

Anwendungen gibt es nach Angaben der Forscher viele: In erster Linie kann das Metamaterial zur Tarnung eingesetzt werden. Mit seiner Hilfe könnten zudem hochauflösende optische Mikroskope und superschnelle optische Computer konstruiert werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. bei Alternate kaufen
  2. bei Alternate.de
  3. 127,75€ + Versand

Dwalinn 22. Sep 2015

Mutternatur ist doch immer wieder faszinierend, nicht die Starken oder großen überleben...

Dwalinn 22. Sep 2015

Michael Bay macht jetzt auch Wissenschaftliche Aufnahmen?

BBB-II 22. Sep 2015

In manchen Gegenden sollte man dies unterlassen...

Chorris 22. Sep 2015

Hast du den Artikel gelesen? Das passiert im Nanometer-bereich... wie solls denn sonst...


Folgen Sie uns
       


AMD Ryzen 7 2700X - Test

Wie gut ist der Ryzen-Refresh? In Anwendungen schlägt er sich sehr gut und ist in Spielen oft überraschend flott. Besonders schön: die Abwärtskompatibilität.

AMD Ryzen 7 2700X - Test Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

    •  /