Metal Hellsinger im Test: Doom trifft Death vom Feinsten

Wahnsinnig gut: Metal Hellsinger ist ein superschneller Shooter im Stil von Doom, in dem neben höllischen Reflexen auch Rhythmus gefragt ist.

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Artwork von Metal Hellsinger
Artwork von Metal Hellsinger (Bild: Funcom)

Es gibt Actionspiele, in denen wir schleichen und einen Feind nach dem anderen aus dem Hinterhalt eliminieren. Das genaue Gegenteil davon: Metal Hellsinger. Nicht nur, weil wir uns mit irrem Tempo durch Monstermassen metzeln und manchmal mehrere Biester gleichzeitig töten, sondern vor allem, weil das alles zur Begleitung von maximalem Höllenkrach geschieht.

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Wenn wir im Takt des Soundtracks unsere Waffe abfeuern oder nachladen, sind wir besonders stark. Natürlich erklingt im Hintergrund nicht die Kleine Nachtmusik von Mozart.

Stattdessen gibt es hammerharten, exzellent angepassten Deathmetal; Spezialisten mögen uns diese vereinfachte Kategorisierung verzeihen. Unter anderem haben Serj Tankian (System of a Down), Randy Blythe (Lamb of God) und Alissa White-Gluz (Arch Enemy) Songs beigesteuert.

Grundsätzlich ist Metal Hellsinger ein stark an Doom erinnernder Shooter, in dem wir in weitgehend linearen Umgebungen mit teils etwas größeren Arenen alle Monster töten müssen, damit sich ein Tor öffnet und wir weiterkommen. Das tun wir per Schwert, mit der Schrotflinte sowie mit anderen Waffen, die wir nach und nach finden.

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Wenn wir deren Abzug einigermaßen im Takt der Musik drücken (oder mit dem Schwert im Takt der Musik zuschlagen), erhöht sich ein oben eingeblendeter "Zorn"-Multiplikator allmählich bis auf 16, und wir richten mit jedem Angriff wesentlich mehr Schaden an. Allerdings sinkt dieser Wert auch wieder, sodass wir für maximalen Schaden möglichst schnell angreifen sollten.

Das mit dem Takt ist wichtig und es funktioniert, aber nicht von selbst: Wir müssen schon ein bisschen zuhören und auf den Soundtrack achten. Wer das zu anstrengend findet, kann in den niedrigsten der drei Schwierigkeitsgrade (Lämmchen - kein Scherz) wechseln.

Dann verzeiht das Programm nicht zum Rhythmus passende Eingaben, das Spiel fühlt sich dann fast wie ein sehr schneller Shooter an. Für Tempo sorgen übrigens noch weitere Details: Gesundheitspunkte etwa regenerieren nicht einfach.

  • Wenn wir den Takt erwischt haben, bekommen wir eine "Perfekt"-Einblendung zu sehen. (Bild: Funcom/Screenshot: Golem.de)
  • Sobald ein Feind so leuchtet, können wir ihn abschlachten und erhalten so Lebenspunkte. (Bild: Funcom/Screenshot: Golem.de)
  • Die Statistik nach einer absolvierten Hölle. (Bild: Funcom/Screenshot: Golem.de)
  • Die Umgebungen erinnern an den Klassiker Doom. (Bild: Funcom/Screenshot: Golem.de)
  • Im Kodex erfahren wir etwas mehr über Welt und Monster. (Bild: Funcom/Screenshot: Golem.de)
  • Hier erwartet uns gleich ein Endgegner - die gibt es zum Abschluss jeder Hölle. (Bild: Funcom/Screenshot: Golem.de)
  • Die Steuerung auf dem Gamepad wirkt durchdacht. (Bild: Funcom/Screenshot: Golem.de)
Wenn wir den Takt erwischt haben, bekommen wir eine "Perfekt"-Einblendung zu sehen. (Bild: Funcom/Screenshot: Golem.de)

Stattdessen müssen sie primär durch das Abschlachten von Feinden gesammelt werden: Wenn Feinde angeschlagen sind und blinken, können wir sie dazu mit einem Spezialangriff erledigen - der leider manchmal nicht korrekt erkannt wird.

Es gibt acht mehr oder weniger an typische Darstellungen der Hölle erinnernde Umgebungen, die man nach und nach freischaltet. Im Normalfall und mit etwas Glück und Übung benötigt man für einen Durchgang rund eine Stunde.

Der Schwierigkeitsgrad ist hoch. Beim Ableben kann man zwar mehrfach an gleicher Stelle neu starten - aber irgendwann ist Schluss mit diesen Respawns, und man muss die Hölle von Anfang an neu absolvieren.

Metal Hellsinger ist weniger dafür gedacht, dass man es einmal durchspielt. Sondern, dass man die Levels immer wieder durchrast, um den Highscore zu verbessern, Extras zu finden - und schlicht und einfach, um Spaß zu haben.

Es gibt zwar eine Story rund um die Hauptfigur einer Dämonin mit der Bezeichnung Namenlose. Die Handlung ist aber Nebensache; immerhin sehen die gezeichneten, an alte Plattencover erinnernden Zwischensequenzen ganz stilvoll aus.

Metal Hellsinger erscheint am 13. September 2022 für Windows-PC sowie für Playstation 5 und Xbox Series X/S, der Preis liegt bei rund 40 Euro. In den Spieleabos PC und Xbox Game Pass ist es ab dem Veröffentlichungstag enthalten; auf Steam gibt es eine spielbare Demo.

Es gibt kein Multiplayer, aber Online-Ranglisten mit dem Highscore. Sprachausgabe liegt nur Englisch vor, dazu kommen deutsche Untertitel und Bildschirmtexte. Die USK hat dem von The Outsiders auf der Unity-Engine produzierten Titel eine Freigabe ab 16 Jahren erteilt.

Fazit

Das rockt hart! Wer seine musikalischen Vorlieben nicht gerade in der Frühromantik des 19. Jahrhunderts verortet, kann mit Metal Hellsinger den Shooter-Spaß seines Lebens haben. Das Ding spielt sich wie ein Rausch, bei dem gleichzeitig noch ein Rest an teuflischer Taktik gefragt ist - etwa in der Frage, wie man die Lebenspunkte am besten wieder auffüllt.

Kleine Schwächen wie das manchmal unzuverlässige Ausführen des Abschlachtens oder die schlichte Umgebungsgrafik stören uns kaum. Wir finden Metal Hellsinger mindestens so gut wie das letzte Doom. Wer Action und Metal auch nur ein bisschen mag, muss diesen Höllentrip anspielen!

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demonkoryu 13. Sep 2022 / Themenstart

Das bezweifle ich ja gar nicht. Ich hoere lieber Musik, bei der der Lead Gitarrist im...

gadthrawn 13. Sep 2022 / Themenstart

Lamb of God ist für mich bei manchen Lieder von Ashes schon irgendwie Death, daher würde...

xPandamon 13. Sep 2022 / Themenstart

Ich schmeiß noch Desync in die Liste. Zwar nicht Rhythmusbasiert aber ähnlich schnell mit...

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